World Disco Soup Day Wuppertal 2018

Auch wenn in Deutschland nur wenige Menschen Hunger leiden müssen, sieht es in vielen Regionen der Erde anders aus. Circa jeder 9. Mensch auf dem blauen Planeten leidet Hunger oder ist davon bedroht. Konträr dazu Leben viele Staaten der Welt im Überfluss. Zu jeder Jahreszeit vollbestückte Einkaufsregale – die Auswahl ist grenzenlos. Doch wo landet das ganze Essen, welches kommerziellen Schönheitsstandarts nicht entspricht und nicht verkauft wird? Auf riesen großen Müllhalden in denen es vernichtet wird. Jährlich rund 1000000000 Tonnen. Richtig – da steht nicht Eintausend, nicht eine Millionen, sondern eine Milliarde!

shot by Wolf Sondermann

»World Disco Soup Day 2018«

Doch immer mehr Menschen setzen sich zur Wehr. Wer entscheidet, welches Essen  essenswert ist? Jährlich findet deshalb der »World Disco Soup Day«, organisiert vom internationalen Netzwerk »Slow Food Youth Network (SFYN)«, statt. Innerhalb von 100 Schnippeldiskos, die auf 40 Länder aufgeteilt sind, werden an diesem Tag gerettete Lebensmittel geschnippelt, gekocht und gegessen. Es wird gemeinsam getanzt und geplaudert, genetzwerkt und gelacht. In Deutschland gab es am vergangenen Samstag gleich 5 Möglichkeiten sich die Schnippeldisko zu Gemüte zu führen. Unter anderem auch in Wuppertal, mitten im Mirker Quartier!

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»Ein klares NEIN gegen Lebensmittelverschwendung!«

Gemeinsam wurde Utopiastadt an diesem Tag zu einem Raum der Begegnung, der etwas anderen Art. Zwischen dem Zerschnibbeln von allerlei Gemüsesorten blieb außerordentlich viel Platz für Begegnung jeglicher Art. Es wurde gemeinsam gelacht, diskutiert, gekocht, getanzt und natürlich gegessen! Die Zutaten wurden vom »Foodsharing Wuppertal« aus verschiedensten Läden der Stadt bereitgestellt und somit vor dem verschwendeten Gang in die Tonne gerettet!
Damit setzt Wuppertal ein Zeichen. Ein Zeichen gegen verfälschte und aufgezwungene Schönheitsideale von Gemüse und Obst, gegen das Wegwerfen von Lebensmitteln die das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten haben und eine Industrie, die sich ihrer Aufgabe nicht bewusst ist – ein NEIN gegen Lebensmittelverschwendung!

Ich fand es äußerst schön zu sehen, wie Menschen verschiedenen Alters, die sich vorher vermutlich noch nie begegnet waren, an einem Ort zusammenkamen und gemeinsam gerettetes Obst und Gemüse gewaschen, geschält, geraspelt, geschnitten und später zusammen gegessen haben. Essen verbindet uns alle und ich denke, dass es ein wunderbares Mittel ist, um wieder in Kontakt zu kommen. – so Felix Buchborn, Hauptorganisator der Veranstaltung in Wuppertal

shot by Wolf Sondermann

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Ein Dank gilt dem Netzwerk »Foodsharing Wuppertal«, dem Veranstaltungsort »Utopiastadt«, wie auch Felix Buchborn für die Hauptorganisation der Veranstaltung!

 

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