Forum:Mirke 24 | 11. Juli 2018

Ort: Alte Feuerwache | Gathe 6

  1. Information über die Arbeit der Alten Feuerwache

Jana Ihle berichtet über die Kinder- und Jugendarbeit. Es gibt Angebote von einer vorgeburtlichen Begleitung bis zu einem Alter von 19 Jahren. Drei Viertel der Angebote wird über Spenden finanziert.
Durch das neue Angebot eines Kulturkindergartens wird das gesamte Altersspektrum abgedeckt. Der Kindergarten wird zum 1.8. mit 3 Gruppen von jeweils 20 Kindern starten, zu nächst erst noch in externen Raumen z.B. der AFW. Im Herbst soll dann in das neue Gebäude auf dem Campusgelände umgezogen werden. Angrenzend an den Kindergarten wird ein Nutzgarten angelegt, bei deren Anpflanzung bereits die Kinder mit einbezogen werden sollen. Ziel ist es, den Garten für viele Menschen zu öffnen.
Über einen weiteren Schwerpunkt der AFW berichtet Milly van Mill – die Flüchtlingshilfe Nordstadt, die im Café der AFW an 2 Nachmittagen der Woche stattfindet. Während am Mittwoch in der Zeit von 14.00 – 18.00 Uhr vor allem Hilfen bei dem Kontakt mit Ämtern angeboten wird, liegt am Donnerstag von 14.00  – 17.00 Uhr der Schwerpunkt auf Gesprächen, um die gelernten Deutschkenntnisse im alltäglichen Leben anwenden zu lernen.

  1. Information der Diakonie zu den Planungen in der Diakonie-/Kreuzkirche

Frau Michalski von der Diakonie Wuppertal wird recht herzlich begrüßt. Sie erläutert, dass die Diakonie viele Jahre mit den Migrationsdiensten und den Reisen und Freizeiten hier im Quartier ansässig war. Sie bedankt sich bei Paul Sinn von der Stadtmission, dass seit dem Umzug der Diakonie die Nutzung der Kirche mit einem guten Angebot aufrechterhalten wurde. Auch die ergänzenden Aktivitäten der IKK (Initiative Kreuzkirche) werden gelobt.

Die Diakonie hatte den Auftrag, wegen der hohen Unterhaltskosten die Kirche zu verkaufen. Aber nach Gesprächen mit der Stadt und der Überlegung, welche Angebote für Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf im Quartier erforderlich sind, soll dieser Standort wieder ausgebaut werden. In Treffen mit der IKK soll eine gemeinsame Zusammenarbeit entwickelt werden.

Im Pfarrhaus soll ein betreutes Wohnangebot für benachteiligte Frauen angeboten werden. In der 1. und 2. Etage werden Wohnungen in Wohngemeinschaften entstehen. Im Erdgeschoss soll der Fachdienst für Betreutes Wohnen einziehen, der für Menschen, die von wohnungslos bzw. Wohnungslosigkeit bedroht sind, Hilfen anbietet. Parterre wird der Fachdienst betreutes Wohnen für Menschen mit Behinderung eingerichtet.

Es ist geplant, im Gemeindehaus einen Tagesaufenthalt einzurichten, der für jeden offen steht, der aber auch Beratung und Unterstützung anbietet und darüber hinaus alltagspraktische Hilfen wie Waschmaschinen usw..

Die Gebäude müssen für die neue Nutzung noch ertüchtigt werden. Für die Baumaßnahmen ist eine Bauvoranfrage gestellt. Es wäre wünschenswert, dass bis  Ende 2019 die neuen Nutzungen in das Gebäude einziehen könnten.

In der Diskussion wird deutlich gefordert, dass die Nachbarschaft frühzeitig in die Planungen mit einbezogen werden muss. Jana Ihle fragt, welche Auswirkungen die Ansiedlung von Menschen mit besonderem Betreuungsbedarf z.B. Obdachlose für das Quartier habe. Es kommen weitere Menschen, die zu Gruppen mit Problemlagen gehören, in ein Quartier, das schon heute starken sozialen Belastungen ausgesetzt sei. Es ist dringend erforderlich, dass die Neuansiedlung der geplanten Angebote mit begleitet wird. Ein frühzeitiger Austausch mit den Akteuren vor Ort und eine Einbindung des Quartiers wird dringend empfohlen, um Probleme zu minimieren.
Eine Ansiedlung von sozialer Infrastruktur sollte durch eine Sozialplanung gesteuert werden und nicht nach der Verfügbarkeit von Immobilien. An die jetzige Arbeit in der Kirche, die von einem Miteinander verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen geprägt ist, soll angeknüpft werden.
Erwähnt werden auch die guten Erfahrungen, die an den heutigen Standorten von Einrichtungen für Menschen mit besonderem Betreuungsbedarf z.B. im Ostersbaum gemacht wurden.

Frau Michalski betont, dass die Diakonie, durch die enge Zusammenarbeit mit vielen Ehrenamtlichen, eine gute Verzahnung in die Stadtteile hat. Sie weist darauf hin, dass die Standortwahl durch den hohen Bedarf im Quartier begründet ist. Sie begrüßt einen engen Austausch mit dem Forum:Mirke und der IKK

  1. Sachstand Umbau (Neue)Friedrichstraße – Bürgerbeteiligung,

Für den 12.7. ist eine Bürgerbeteiligung geplant. Das Forum:Mirke hat Bedenken wegen der Polarisierung auf das Thema mehr oder weniger wegfallende Parkplätze geäußert. Bei der geforderten Bürgerbeteiligung wurde davon ausgegangen, dass über Vorteile einer vorrangigen Fahrradnutzung informiert, dass über umweltfreundliche Mobilität und über eine häufigere Nutzung dieser Verkehrsmittel und auch über alternative Parkmöglichkeiten gesprochen würde.

Thomas Kring sieht in der Beteiligung eine Chance und wünscht sich, dass sich viele an dem Prozess beteiligen. Nach einer Information über die Planungen soll in Arbeitsgruppen diskutiert werden, wobei den Gruppen unterschiedliche Aufgaben gestellt werden.
Er weist darauf hin, dass die Planungen sich zunächst auf den Straßenabschnitte zwischen Albrechtstraße und Mirker Straße beziehen werden.

 

  1. Campus Rahmenkonzept

Das Konzept zur Entwicklung des Campusgeländes ist fertig gestellt, das gemeinsam von der Stadt, der Wirtschaftsförderung, Aurelis und Utopiastadt für diese strategische stadtnah gelegene Fläche erarbeitet wurde.

Christian Hampe nennt die wichtigen Entwicklungsschritte. Erste Diskussionen mit Aurelis, der Stadtverwaltung und der Politik zeigten, dass die Stadt keine Möglichkeit für eine strategische Entwicklung der Fläche sah, da sie diese nicht kaufen konnte. Um als Akteur die Entwicklung der Fläche mitbestimmen zu können, musste die Fläche als gesamtes gesichert werden. Ziel ist es anstelle einer privatwirtschaftlichen Nutzung eine gemeinwohlorientierte Nutzung zu realisieren.
Im Rahmen eines moderierten Prozesses mit Unterstützung der Stadtentwicklung Rüdiger Bleck und mit Begleitung von Matthias Wanner wurde mit der Wirtschaftsförderung, Aurelis und Utopiastadt in einem 1 ½ jährigen Prozess ein Konzept entwickelt, wie die Fläche gemeinwohlorientiert entwickelt werden kann. Dieses Vorgehen ist einmalig in Deutschland.
Dieses Rahmenkonzept wird zurzeit in den politischen Gremien vorgestellt.
Utopiastadt beabsichtigt Flächen aufzukaufen, ohne schon zu wissen, was damit passieren soll.

Matthias Wanner informiert, dass im Rahme der Nationalen Stadtentwicklungspolitik ein Förderantrag für die gemeinsame Entwicklung der Campusfläche gestellt wurde. Bei einer Bewilligung könnte das Projekt in 2019 beginnen. Im nächsten Forum soll darüber berichtet werden.
Er informiert auch über das Projekt Solar Decathlon, das sich mit der Campus-Fläche für eine Ausstellungsfläche zur Gebäudeeffizienz beworben hat.

  1. Sonstiges

6.7. Um 19.00 Uhr Beteiligung (Neue) Friedrichstraße in der Diakoniekirche

13.7. Start Talflimmern

14.7. ab 15.00 Uhr Sommerblühen um die Diakoniekirche, auch der Kiosk ist geöffnet
14.7.  Trassenjam
14.7. letzter Tag Supagolf an der Hebebühne

Die Mobile Mirke trifft sich am 15.08. um 19.00 Uhr

Der nächste Termin des Forum:Mirke ist am 13.September. Der Ort für das Treffen wird in der Tagesordnung bekannt gegeben.

 

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