Forum:Mirke 17 | 06.April 2017

Ort: »Café Ada« Wiesenstraße 6

1. Begrüßung und Vorstellung der Teilnehmer
2. Vorstellung des Café ADA und Mare e.V.

Biniam Gebremedhin vom Café Ada und auch Mitglied im mare e.V informiert über die Arbeit des Ada. Im Café besteht ein gastronomisches Angebot, das organisiert von mare e.V. durch ein kulturelles, politisches und soziales Angebot ergänzt wird. Bekannt ist das Ada auch für die verschiedenen Tanzprojekte z.B. Tango, Salsa und Workshops dazu. Seit ca. ein und einem halben Jahr besteht auch ein Förderverein. An jedem 3. Sonntag im Monat findet ein Flüchtlingsfrühstück statt mit Beratung und Hilfen für die Flüchtlinge.

3. „Verwahrloste Bereiche und Flächen“

Anlass für die Aufnahme des Themas in die Tagesordnung war der Hinweis von
Eberhard, dass rund um das Gebäude der GWG in der Wiesenstraße sich der Müll
sammle. Ein Schreiben an den Besitzer führte zu einer einmaligen Reinigung, jedoch
nicht zur Sauberkeit auf dem Gelände.
Vor einiger Zeit wurde im Rahmen einer Masterarbeit eine Befragung im Quartier zu
den Problemen und Bedarfen der Menschen im Quartier durchgeführt. Die
Ergebnisse, die von David Becher vorgestellt werden, zeigen, dass die Mehrheit der
in einem Interview Befragten die mangelhafte Sauberkeit im Quartier als Problem
sehen. Weiter häufig genannte Punkte waren die Parkplatznot und die fehlende
Nahversorgung.
Bemerkens wert war, dass sich viele der Befragten bereit erklärten, sich bei
Reinigungsaktionen aktiv zu beteiligen.
In der Diskussion wird die starke Vermüllung des Quartiers bestätigt und sogar eine
Zunahme des Problems gesehen. Auch der nicht beseitigte Hundekot muss bei
diesem Thema mit beachtet werden. Die Vermüllung wird von Bewohnern als
aggressiv und übergriffig empfunden. Angesprochen wird auch, dass nach
Veranstaltungen bei Utopiastadt vermehrt Abfall auf den Wegeverbindungen zu
finden ist.
Als Ursachen für das gedankenlose Wegwerfen von Müll wird die fehlende
Identifikation mit dem Quartier gesehen, der einzelne sieht sich nicht verantwortlich
für die Sauberkeit des Sozialraumes, in dem er lebt. Das zeigt, dass eine Lösung des
Problems nur mit der Einbindung der Bewohner des Quartiers nachhaltig sein wird.
Erste Ideen, das Problem anzugehen, werden aufgezeigt wie,
· mehr Mülltüten zur Verfügung zu stellen,
· Personen, die Müll wegwerfen direkt ansprechen,
· Kacke-Kekse
· Dirt-Parade
· Sprich-mit-mir-Karte
· Schulen ansprechen und mit einbinden
· Identifikation mit Quartier fördern
· Säuberungs-Aktionen mit Eventcharakter
· Standorte für zusätzliche Mülleimer aufzeigen
Einige der Teilnehmer werden bis zum nächsten Forum die vorgeschlagenen Ideen
für Aktionen weiter konkretisieren und vorbereiten. Wer sich noch dabei beteiligen
möchte, soll sich bitte bei Inge Grau melden.

4. „Versorgung durch regionale Anbieter“ – Marktschwärmer

Gaby Schulten berichtet über eine neue Idee, regionale Anbieter und Kunden näher
zusammenzubringen – die Marktschwärmer. Es handelt sich dabei um ein Netzwerk,
das die regionalen Anbieter mit den Nachfragern zusammen bringt. Im Internet
können wöchentlich die Artikel bestellt werden, die dann zentral ausgeliefert und von
den Verbrauchern dort abgeholt werden. Der Anbieter der Idee und die Organisatorin
vor Ort erhalte ca. 8% des Umsatzes. Am Ölberg haben sich bereits die ersten
Interessenten gefunden, über die Kirche in der Rolandstraße kann dann die
Verteilung der Waren erfolgen. Mehr Info dazu über www.marktschwaermer.de. Wer
Interesse hat, dabei mitzumachen, kann sich bei Gaby Schulten melden.
Ob ein solches Angebot das Fehlen eines Nahversorgers im Quartier ausgleicht,
wurde in der Diskussion bezweifelt. Gaby Schulten berichtet auch über die
Erfahrungen mit dem Wochenmarkt am Ölberg. Mittlerweile sind von den ehemals 6
Ständen nur noch 2 übrig. Jeder freut sich über den Markt, aber es wird zu wenig
dort eingekauft.

5. Info über die Innenstadtkonferenz und die Bedeutung für das Mirker

Quartier
Über die am 8. März stattgefundene 2. Innenstadtkonferenz berichtet Amanda
Steinborn. Die Innenstadt wird in drei Teilbereichen diskutiert Kernstadt – Hofaue –
Luisenviertel. Ihr Potential für die zukünftige Entwicklung Wuppertal soll dargestellt
werden. In der Konferenz können Ideen zur Gestaltung und auch zur Wichtigkeit der
Räumlichkeit eingebracht werden. Es geht dabei um Themen wie Einzelhandel,
Wohnen in der Innenstadt, Mobilität auch barrierefrei. Amanda bemerkt, dass in dem
Prozess wenig junge Menschen eingebunden sind.
Als Ergebnis der Konferenz wurde dann überraschender Weise der Von-der-Heydt-
Platz als derjenige ausgewählt, mit dessen Umgestaltung begonnen werden soll.
Vielleicht war für die Auswahl gerade dieses Platzes die Förderung entscheidend.
Ein wichtiges Ergebnis für das Mirker Quartier ist die Einbeziehung der
(Neuen)Friedrichstraße als eine Achse und Verbindung ins Mirker Quartier und hin
zur Nordbahntrasse. Diese Straße muss als eine geeignete Verbindung für Radfahrer
und Fußgänger hin zur Innenstadt weiter entwickelt werden.

6. Vorstellung eines Mitmachprojekts

„FACEtten der Mirke“
Es besteht ein Fonds, der Gelder für sogenannte Mitmachprojekte im Mirker Quartier
vergibt. Um diese Mittel können sich Organisationen aber auch von Einzelpersonen
mit Ihren Projektideen bewerben. Die geförderten Projekte werden von einem Beirat
ausgewählt. Die ersten wurden Ende 2016 ausgewählt. Über einzelne der Projekte
soll in den nächsten Foren informiert werden.
Das heutige Projekt „FACEtten der Mirke“ wird von Milly van Mil und von Mudjacka
Mvunuku vorgestellt. Ihr Vorhaben ist es, Menschen über ihre besonderen bzw.
Lieblings-Orte im Quartier zu befragt und sie in dieser Umgebung zu fotografiert. Die
Fotografien sollen in einer Ausstellung präsentiert werden, die Erklärungen der
fotografierten Menschen können in der Ausstellung dann auch gehört werden. Die
Ausstellung startet nach den Sommerferien.
Milly und Mudjacke suchen noch Menschen im Quartier, die für ein Interview und für
ein Foto zur Verfügung stehen. Bitte bei Milly Van Mill melden.

7. Sonstiges

Am 20.4.ab 14.00 Uhr Aktion an der Alten Feuerwache zur Reinigung des
Grundstücks und Verschönerung des Zauns
Matthias Wanner informiert über die Coforschungsgruppe eine Kooperation von
Utopiastadt mit der Uni und dem Wuppertal Institut. Jeden 3. Donnerstag im Monat
trifft sich diese Gruppe, das nächste Treffen ist am 20.April. Er weist auch auf eine
Veranstaltung über die städtebauliche Entwicklung im Mirker Quartier am 24.4. um
14.00 Uhr im Foyer der Uni am Haspel hin. Hier werden die Ergebnisse der
studentischen Arbeiten vorgestellt.
Das nächste Forum Mirke findet am 12.6. statt. Wo wir uns im Quartier treffen, wird
in der Einladung genannt.

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