Ein saftiges Dankeschön für alle Radfahrer*innen | eine Aktion

Dieser Artikel wurde uns von einigen Aktiven zugeschickt. Gemeinsam führten sie Anfang Oktober eine Aktion auf der Nordbahntrasse durch, mit der sie den Radfahrer*innen aus dem bergischen Land für ihre Art und Weise der Mobilität danken wollten. In Kooperation mit der »Biologischen Station Mittlere Wupper« verteilten sie Bio Äpfel an die Radfahrenden und kamen dabei mit ihnen ins Gespräch.

„Das ist ja toll!“ freuten sich Anfang Oktober viele Wuppertaler Radfahrer*innen, als sie auf der Nordbahntrasse auf Höhe Utopiastadts einen knackigen Bio-Apfel überreicht bekamen. Sie erhielten ihn, da sie auf dem Weg zur Arbeit und im Alltag mit dem Rad fuhren. Trotzdem hatten sie es mehr als verdient, so die Initiator*innen, die ihre Begründung für die Aktion gleich auf Dankeskarten verewigten und verteilten. Die vielen Radler*innen machen „Wuppertal lebenswerter, denn das Rad ist ganz schön leise, spart Platz und ist kommunikativ“, hieß es dort. Mit der kleinen Aktion wollten sich die Wuppertaler*innen bei den immer mehr werdenden Radfahrer*innen bedanken – und mehr als 100 von ihnen freuten sich über ein leckeres Dankeschön.

Kurz nach der Ankunft der Bio-Äpfel

„Boskoop! Ganz bestimmt.“ „Nein, ein Boskoop ist viel mehliger und der hier ist schön knackig“, so die prompte Reaktion. Direkt nach der Anlieferung stritten sich die Aktiven, welche Apfelsorte sie da wohl in den Händen hielten und am nächsten Tag verteilen würden. Retten konnte sie Pia Kambergs von der »Biologischen Station Mittlere Wupper«. Sie bestätigte die erste Aussage – es waren Boskoop-Äpfel, die auf einer Streuobstwiese in Solingen einige Tage zuvor extra gepflückt worden waren. Abgeholt und nach Wuppertal gebracht wurde die 1 1/4 Zentner schwere Fracht dann mit dem Lastenrad Fienchen II der Fahrradstadt Wuppertal. Fienchen II hat normalerweise einen Kindersitz und wird gerne von Familien für Ausflüge ausgeliehen, doch der Sitz wurde ausgebaut und so bot die vordere Fläche ausreichend Platz für die beiden großen Säcke und eine Tasche.

Als Tageszeit hatten sich die Aktiven den Feierabendverkehr auf der Nordbahntrasse ausgesucht. Utopiastadt stellte sich als idealer Standort heraus, da sich hier viele Wege der Radler*innen kreuzten. Zunächst wunderten sich viele der Radfahrenden über die Aktion. Mit einem freudigen Lächeln griffen sie dann allerdings zu, lobten die Aktion und die Bio-Äpfel. Manche riefen später auf ihrem Rückweg quer über die Trasse, wie lecker ihnen der Apfel geschmeckt hatte.

Unisono bestätigten die Radler, dass seit dem Ausbau der Nordbahntrasse erheblich mehr Radfahrer*innen in Wuppertal unterwegs sind. Viele von ihnen nutzen sie seit dem als alternativen Arbeitsweg. So trafen die Aktiven selbst einen Pendler aus Ratingen der täglich 27km pro Stecke mit dem E-Bike zur Arbeit fährt. Apropos E-Bike: Von denen sahen die Aktiven tatsächlich sehr viele auf der Nordbahntrasse. Mehrere Radler*innen berichteten, sie hätten vor einiger Zeit ihr Auto abgeschafft, da sie seit der Freigabe der Nordbahntrasse mit den Rad oder E-Bike viel schneller unterwegs wären und das Auto nicht mehr bräuchten. Da merkten auch die Aktiven, wie richtig ihre kleine Aktion gewesen ist und wie jeder Radfahrer Wuppertal ein klein wenig lebenswerter macht.

 

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