Ein Mittwochabend im Oktober: Eigentlich hat der Hutmacher geschlossen, doch drinnen brennt Licht. Auf dem Bahnsteig ist ein Büffet aufgebaut, überall steht technisches Equipment, Menschen laufen geschäftig umher. Rundherum parken mehrere LKW – noch mehr Menschen, noch mehr Technik. Ein Blick durch die Eingangstür verrät: Drinnen geht es noch geschäftiger zu als draußen. Denn an diesem Abend ist der Hutmacher keine Bar, sondern Drehort für eine ZDF-Produktion.

Mitten im Geschehen sind auch die Producerinnen Katrin Haase und Yvonne Wassong von der U5 Filmproduktion. An mehreren Tagen war das Team für die Dreharbeiten in Wuppertal an verschiedenen Schauplätzen unterwegs. Rund 50 Personen waren beteiligt. Am Engelnberg, in der Schwebebahn, an der Schwebebahnstation in Vohwinkel, im Belvedere Park und in Utopiastadt entstanden Szenen der Serie „Husk“. Einen direkten Zusammenhang dieser Orte mit dem Plot gebe es jedoch nicht:
„Die Geschichte war von Anfang an in NRW angesiedelt, aber nicht speziell in einer Stadt. Wichtig war, dass wir etwas Besonderes finden. Bei den ersten Motivtouren wurde dann schnell klar, dass man hier weit mehr zeigen kann als nur die Schwebebahn. Es ist eine tolle, interessante Stadt, die man auf dem Screen noch nicht so häufig gesehen hat. Wir erzählen aber von einer unbestimmten Stadt in Deutschland“, erklärt Haase.
In der sechsteiligen Drama-Near-Future-Serie geht es um eine technologische Errungenschaft, die es ermöglicht, das Bewusstsein einer Person auf eine andere zu übertragen. „Es ist keine klassische Body-Switch-Komödie. Der Ansatz war: Wie erlebt man die Welt durch andere Augen? Und wie stark ist das Bewusstsein an den Körper gebunden?Was passiert, wenn sich das Bewusstsein in einem anderen Körper befindet? Diese Fragen versuchen wir in der Serie zu beantworten“, erklären Wassong und Haase. Zu sehen sind unter anderem Luna Jordan, Carlo Ljubek, Robert Stadlober und Désirée Nosbusch.


Bis Ende Januar sollen die Dreharbeiten voraussichtlich abgeschlossen sein. Die Ausstrahlung ist für Ende des Jahres geplant. Dann dürfen sich Zuschauerinnen und Zuschauer darauf freuen, Wuppertal und den Mirker Bahnhof im Fernsehen wiederzuerkennen.
Fotos: Celine de Groot (@celindedg_)
Text: Tiziana Schönneis (@tilausch)
