24-Stunden-Dauermahnwache der Seebrücke Wuppertal

Am „Internationalen Tag des Flüchtlings“ hält die Seebrücke Wuppertal von Samstag, 19. Juni, 12 Uhr bis Sonntag, 20. Juni, 12 Uhr eine 24-stündige Mahnwache in Gedenken an die Opfer der EU-Grenzpolitik ab. Diese findet im Rahmen des bundesweiten Aktionstages der Seebrücke-Bewegung unter dem Motto „Wir klagen an! Menschenrechte sind unverhandelbar!“ statt. Ein breites Bündnis wird in Wuppertal in halbstündigem Wechsel Namen der Opfer und teilweise mehrsprachige Texte, verfasst von Menschen auf der Flucht, vorlesen. Die Mahnwache findet in den Räumen des Mirker Bahnhofs/Utopiastadt statt und kann durchgehend als Livestream über den Youtube-Kanal der Seebrücke und den lokalen Kulturkanal Stew One verfolgt werden.

Dazu erklärt Dr. Sonja Grabowsky von der Seebrücke Wuppertal: „Menschenrechte und Menschenwürde gelten für alle gleichermaßen und stehen nicht zur Diskussion. Die täglichen systematischen Menschenrechtsverletzungen an den EU-Außengrenzen sind nicht nur illegal, sondern führen auch dazu, dass täglich Flüchtende ihr Leben lassen müssen. Diese gewaltsame Abwehr von Schutzbedürftigen nehmen wir nicht hin und kämpfen gegen die Frontex-Einsätze an den EU-Außengrenzen und für eine humane EU-Asyl- und Migrationspolitik. Mit unserer Mahnwache gedenken wir der Opfer und solidarisieren uns mit Menschen auf der Flucht.“

Es lesen engagierte Wuppertaler:innen und natürlich Mitglieder der Seebrücke Wuppertal.  Mit eigenen  Beiträgen wirken mit: die Autorin Christiane Gibiec, der Menschenrechtechor der Börse, der Musiker und Komponist Uli Klan und der Schauspieler und Regisseur Olaf Reitz.

Die Seebrücke Wuppertal, die sich vor drei Jahren als Lokalgruppe der Seebrücke-Bewegung gründete, wird selbstverständlich auch nach der Mahnwache weiterhin aktiv bleiben: „Da auch der im vergangenen Herbst von der EU-Kommission vorgestellte Neue Pakt zu Asyl und Migration die Lage der Flüchtenden an den Außengrenzen nicht verbessern, sondern nur verschlimmern wird, ist weiterhin Druck von unten geboten. Wir haben nicht zuletzt deswegen einen dauerhaften Gedenkort für die Opfer der unmenschlichen Politik initiiert, der nächstes Jahr fertiggestellt sein wird. Über das Wuppertaler Bürgerbudget versuchen wir, eine Finanzierung dafür zu bekommen“ so Grabowsky. „Damit werden wir dann ein öffentliches Zeichen für die Menschenrechte setzen. Sie sind unverhandelbar!“

Links zum Livestream:

https://stew.one/
https://www.youtube.com/channel/UCpFA2nMmOBnUXi9f37BQqxQ
Weitere Informationen zum Aktionstag und den Sicheren Häfen auch unter
https://seebruecke.org/

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