Forum:Mirke 22 | 12. März 2018

Ort:Alte Feuerwache Gathe 6

 

  1. Aktuelles zur Arbeit der Alten Feuerwache AFW

Jana Ihle die pädagogische Leiterin informiert über die Arbeit der AFW. Diese hat 2 Schwerpunkte, die Migranten Selbstorganisation und die Kinder-/Jugendarbeit. Für die 6-18 Jährigen gibt es das Angebot einer Aufgabenbetreuung, ein tägliches  Mittagsessen und Freizeitangebote. Ein großer Teil der Jugendlichen/Kinder ist stark belastet mit Schulstress bis hin zu Depressionen. Dies erfordert ein besonderes Betreuungsangebot wie z.B. die Achtsamkeitsgruppe.

Ziel der AFW ist eine Betreuung von Geburt bis zu Volljährigkeit. Es gibt bereits eine Begleitung von Eltern mit Kleinkindern im Café Hubwagen. Der Aufbau einer Kita ist geplant (siehe TOP 2). Für die älteren Jugendlichen gibt es eine Unterstützung beim Einstieg in den Beruf.

Die Arbeit der AFW orientiert sich an den Bedarfen des Quartiers, die häufig durch große Armut bedingt sind. Die Arbeit wird von vielen Ehrenamtlichen unterstützt. Die AFW agiert auch politisch, mit Aktionen wie „Armer Anfang ist schwer“ oder „Wir feiern 25 Jahre Kinderarmut“.

  1. Vorstellung des geplanten Kindergarten der Alten Feuerwache

Die von Jana Ihle bereits angesprochene geplante Kita wird von Astrid Ippig die zukünftige Kindergartenleiterin vorgestellt. Auf dem Campusgelände in unmittelbarer Nähe zur Nordbahntrasse ist eine neue Kita geplant. Der Kitabedarf ist in Wuppertal noch sehr hoch. Es soll dort ein Angebot für die 4-6 jährigen Kinder geschaffen werden. Nach den Sommerferien sollen die ersten 3 Gruppen starten, 2 weitere Gruppen sind geplant. Das Konzept der Kita orientiert sich an dem Bedarf der Kinder, das, bevor mit dem Lernprogramm begonnen werden kann, eine Bindungsorientierung schaffen muss, um die Kinder emotional aufzufangen. Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit liegt auf einer kulturellen Arbeit unter Beteiligung von Kulturschaffenden, um die Kinder zu Musik, Tanz, Theater heranzuführen. Zu der Kita gehört auch ein Nutzgarten, in dem Gemüse und Früchte angebaut werden sollen, um den Kindern Erfahrungen mit Natur näher zu bringen. Die Kita möchte sich auch dem Quartier mit Angeboten wie Kunstausstellung usw. öffnen.

  1. Umbau (Neue)Friedrichstraße –

Das Forum Mirke hat erfahren, dass der Kanal in der Neuen Friedrichstraße und im Bereich der Diakoniekirche erneuert werden muss. Das ist eine gute Gelegenheit, die Straße so auszubauen, dass sie von Fußgänger*innen und Radfahrer*innen und auch von behinderten Menschen besser genutzt werden kann. Von dem AK Mobilität im Forum:Mirke wurde ein Positionspapier dazu verfasst (http://quartier-mirke.de/ak-mobilitaet-positionspapier-zum-zukunftsgerechten-ausbau-der-neuen-friedrichstrasse/).
Die Bezirksvertretung Elberfeld am 31.1.2018 hat daraufhin beschlossen, dass „die Verwaltung kurzfristig eine Planung zumindest für die Neue Friedrichstraße im Bereich zwischen Kreuzkirche und Bahnhof Mirke vorzulegen hat, die die Nutzungsmöglichkeit auch für Radfahrende und FußgängerInnen verbessert. Eine angemessene Bürgerbeteiligung ist vorzusehen.“

Vorstellung der studentischen Planungen

Studierende  der Uni Wuppertal haben Planungen für diesen Bereich als Fahrradstraße erarbeitet.
Laura Schmitz, Julian Kaldewey, Asiem Ramadan und Anna-Lena Friedrich stellen den Entwurf der Friedrichstraße zwischen Karlsplatz und der Diakoniekirche vor. Sie betonen die Bedeutung der Straße für den Fußgänger- und Radverkehr, das niedrige Verkehrsaufkommen und die geringe Steigung auf dieser Strecke. Mit ihrer Planung soll eine Verbesserung für den Radverkehr erreicht werden, wobei die Interessen des KFZ-Verkehrs und des Parkens auch berücksichtigt werden sollen.
Für den Bereich zwischen Karlsplatz und Kirche schlagen die Studierenden vor, das Parken zu unterbinden, um die erforderlichen Fahrbahnbreiten für den Beidrichtungsfahrradverkehr und den Anlieger-KFZ-Verkehr zu ermöglichen. Der von Norden kommende Fahrradverkehr muss bei der Lichtsignalanlage am Karlsplatz mit einer neuen Signalisierung aufgenommen werden. Auf dem breiten Gehweg dort sollen 16 Fahrradabstellplätze eingerichtet werden.
Der Bereich um die Kirche soll als Einbahnstraße ohne Öffnung dieser für den Radverkehr freigegen werden. Dadurch können dort Parkplätze erhalten werden.  Auf den zu erneuernden Straßenbelag wird hingewiesen, wobei die Pflasterung für Radfahrer ungeeignet gesehen wird.
Anschließen zur Erläuterung der Planung wird auf die Bedeutung von „Shared Space“ als Planungsgrundsatz eingegangen. Auf Verkehrszeichen wird dort weitgehend verzichtet. Die Trennung der Verkehre auf Straße und Gehweg ist häufig aufgehoben, die Straße soll Aufenthaltsqualität zurück gewinnen. Dies soll zu mehr Verkehrssicherheit führen. Von schwächeren Verkehrsteilnehmern wird diese Regelung als unsicher empfunden, da auf sichere Gehwege häufig verzichtet wird. Das Parken ist nicht reglementiert und kann zur Beeinträchtigung der anderen Verkehrsteilnehmer führen.

Von Christian Wieder, Johannes Bracht und Maurice Wolf wird der Streckenabschnitt von der Kirche bis zur Mirker Straße vorgestellt.
Zunächst wird die Einrichtung der Fahrradstraße erläutert. Diese soll in Straßen eingerichtet werden, die vorrangig für den Fahrradverkehr Bedeutung haben oder aus planerischen Gründen bekommen sollen. Hier ist ein Beidrichtungsverkehr für Fahrräder vorgesehen, Fahrräder dürfen auch nebeneinander fahren, KFZ-Verkehr ist z.B. als Anliegerverkehr möglich.
Aufgrund der geringen Fahrbahnbreite der Neuen Friedrichstraße muss auch in dem Bereich Kirche bis zur Wiesenstraße auf Parkplätze verzichtet werden. Zwischen Wiesenstraße und Mirker Straße ist ein einseitiges Parken möglich. Für eine sichere Führung des Radverkehrs in der Mirker Straße muss das Schrägparken durch Längsparkplätze ersetzt werden. Die Studierenden schlagen vor, die Neue Friedrichstraße zur Vorfahrtsstraße zu machen. Dafür soll der Kreuzungsbereich Wiesenstraße rot aufgepflastert und etwas verengt werden.
Für die wegfallenden Parkplätze müssen alternative Parkangebote geschaffen werden.

Die Bürgerbeteiligung soll nach Aussage von Herrn Vitenius im AK Nordstadt im Frühsommer erfolgen. Der AK Mobilität hat Kontakt sowohl zur Verkehrsresort sowie zur Stabsstelle Bürgerbeteiligung aufgenommen. Die Mitarbeiter*innen der  Stabsstelle haben, so sie dieses terminlich einrichten können, ihre Teilnahme an dem AK Mobilität am 20.3. zugesagt.

  1. Erarbeitung von Ideen, Vorstellungen zum Straßenumbau der (Neuen) Friedrichstraße

Anschließend werden in Gruppen für die Straßenabschnitte Ideen, Anregungen, Wünsche für die Straßengestaltung gesammelt.

Für den Bereich um die Kreuz-/Diakoniekirche
Pflaster erneuern, aber beibehalten
Fläche als Platz gestalten, damit dort Straßenfeste gefeiert werden können,
auch für spielende Kinder vorsehen (Spielstraße)
Parken aus dem Bereich raushalten,
nur den KFZ-Verkehr der Anlieger zulassen;
Die Bereiche für Fußgänger/Radfahrer trennen, die andere Seite der Umfahrung für den Autoverkehr vorsehen.
Von der Kirche bis zur Wiesenstraße
Ist shared space für den Streckenabschnitt geeignet? Ist dabei die Sicherheit der Hauseingänge gewährleistet?
oder
Erhalt der Bürgersteige (Fluchtlinien) als historisches Element?
Statt Parkplätze „schöne“ Hindernisse aufstellen Pflanzen/Grün
Ruhepunkte vorsehen, um Aufenthaltsqualität zu erhöhen/ Bänke

  1. Präsentation der Projekte des Mirker Quartierfonds

Die Aktionswochen Urban Gardening Wuppertal 2017 von Neue Arbeit – Neue Kultur Bergische Region e.V. wird von Michael Felstau vorgestellt.
Im Mirker Quartier liegen viele der Gärten, die in diese Aktion mit einbezogen wurden z.B. Mirker Freibad, Kleingartenanlage Vogelsang, Utopia Stadtgarten, Teile des Campus Geländes, Lederstraße und der Inselgarten an der Diakoniekirche. Mit der Förderung konnten Informationstafeln angebracht werden, ein Info-Flyer finanziert und Gärten präsentabler gestaltet werden.
Auch in 2018 sind Aktionswochen vom 15.4. – 29.4. geplant. Am 21.4. findet eine Bürgerwerkstatt statt mit Vorträgen, Workshops zur Begrünung der Quartiere.
Beim Bürgerbudget hat der Verein 50.000 € gewonnen und möchte dafür unter anderem eine Fläche auf der Hardt als neuen Garten gestalten. Für weitere Anregung ist der Verein offen.

  1. Sonstiges

Der AK Mobilität im Forum:Mirke trifft sich am 20.3.2018 um 19.00 Uhr im Utopiastadt. Dazu alle Interessierten eingeladen.

Der nächste Termin des Forum:Mirke ist am 15.Mai. Der Ort für das Treffen wird in der Tagesordnung bekannt gegeben.

 

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