AK Mobilität | Positionspapier zum zukunftsgerechten Ausbau der Neuen Friedrichstraße

Utopie oder Distopie?

Arbeitskreis Mobilität des Forum:Mirke

Positionspapier zum zukunftsgerechten Ausbau der (Neuen) Friedrichstraße im Mirker Quartier

Die Friedrichstraße/Neue Friedrichstraße stellt die historische Sichtachse zwischen Elberfelder Innenstadt, der Kreuzkirche und dem denkmalgeschützten Bahnhof Mirke her. Sie ist die direkte und stark benutzte Wegeverbindung von der Elberfelder Innenstadt in das Mirker Quartier, und der direkte Weg zur Nordbahntrasse, durch die Wuppertal für Fahrradfahrer*innen erschlossen wird.

Für den Sommer dieses Jahres planen die Wuppertaler Stadtwerke Kanalbauarbeiten in der Friedrichstraße und der Neuen Friedrichstraße. Die Notwendigkeit in diesen Straßen Kanalbauarbeiten vornehmen zu müssen, halten wir für eine gute Gelegenheit den Umbau dieser Wegeverbindung von der Innenstadt zur Nordbahntrasse voranzutreiben.

Diese Chance muss genutzt werden, um die (Neue)Friedrichstraße entsprechend ihrer Bedeutung als Wegeverbindung für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen umzubauen.

Mit dem Integrierten Handlungskonzept hat der Rat der Stadt Wuppertal bereits 2014 beschlossen, „mittelfristig … die historische Verbindung ‚Friedrichstraße / Neue Friedrichstraße‘ als Fahrrad- Verbindungsspange zwischen der Nordbahntrasse und dem Talachsen-Radweg auch baulich umzugestalten (‚Shared Spaces‘)“. In dem sich in Arbeit befindenden Radverkehrskonzept ist die (Neue)Friedrichstraße als eine wichtige Verbindung aufgenommen. Im Rahmen der Qualitätsoffensive wird die Aufnahme als Fahrradstadt geplant.

Der Arbeitskreis Mobilität des Forum:Mirke fordert, dass die Baumaßnahmen so geplant werden, dass die (Neue)Friedrichstraße entsprechend dieser vom Rat beschlossenen Maßnahmen zukunftsgerecht umgesetzt wird.

Eine zukunftsgerechte Gestaltung der Neuen Friedrichstraße bedeutet:

  • Fußgänger*innen und Fahrradfahrer*innen deutlich mehr Raum und mehr Verkehrssicherheit zu geben,

  • die Mobilität durch eine barrierefreie Gestaltung auch für ältere und behinderte Menschen zu fördern und

  • Denkmalschutz-Gesichtspunkte in die Planungen einzubeziehen.

Die (Neue) Friedrichstraße muss so gestaltet werden, dass sie Bürger*innen zu Fuß und auf dem Fahrrad, Anwohner*innen auch mit dem Auto nutzen können. Ebenso wichtig ist die Gestaltung von Begegnungsräumen für Bürger*innen. Diese Planungen gelingen nur mit einer ernst genommenen Bürgerbeteiligung. Entsprechend der Leitlinien zur Bürgerbeteiligung in Wuppertal ist es deshalb geboten, dazu eine umfassende Beteiligung durchzuführen, die es Anlieger*innen, Bewohner*innen, Geschäftsleuten und Nutzer*innen ermöglicht, Vorschläge für eine zukünftige Gestaltung zu machen. Wir bedauern, dass erst jetzt über die notwendigen Kanalbauarbeiten in den Straßen informiert worden ist. So bleibt nur wenig Zeit, die erforderliche Bürgerbeteiligung durchzuführen.

Der Arbeitskreis Mobilität des Forum:Mirke fordert deswegen Folgendes:

  • Bevor die Baumaßnahme ausgeschrieben wird, müssen Planungen zur Straßengestaltung vorliegen. Gelingt dies nicht, müssen die Baumaßnahmen verschoben werden.

  • Diese Planungen sind in einer Bürgerbeteiligung mit den Anlieger*innen, Bewohner*innen, Geschäftsleuten und Nutzer*innen abzustimmen.

  • Die durch Ratsbeschlüsse gefassten Vorgaben sind in der Planung zu berücksichtigen.

  • In der Planung müssen die Belange einer barrierefreien Gestaltung und des Denkmalschutzesund die Anforderungen der Radfahrer*innen, der Fußgänger*innen und der Anwohner*innen berücksichtigt werden.

Der Arbeitskreis Mobilität des Forum: Mirke versteht sich als ein offenes Organ der Bürgerbeteiligung im Quartier. Informationen und Ideen zur zukunftsgerechten Gestaltung der (Neuen) Friedrichstraße und zu Aktivitäten des Arbeitskreises sind der Website www.quartier-mirke.de zu entnehmen.

 

Fragen dazu beantwortet Inge Grau
Tel. 015735410318
E-Mail: inge.grau@freenet.de

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