Ort: zu Gast bei der Alten Feuerwache
1. Begrüßung
Die Teilnehmenden des Forum werden in dem frisch renovierten Café der alten Feuerwache begrüßt. Die Räumlichkeiten können für Veranstaltungen gemietet werden.
2. Information über das Projekt „Wuppertaler Klimagipfel“
Die Grünflächen nördlich des Mirker Quartiers sollen umgestaltet und klimaschützend aufgewertet werden. Im Rahmen der Aktion „Grüne Wege in der Mirke“ wurden die Grünflächen nördlich der Autobahn im letzten Jahr vom Forum:Mirke erkundet, sowie die Möglichkeiten zur Überwindung der Autobahn. Für das Mirker Quartier sind diese Flächen ein wichtiges, fußläufig erreichbares Naherholungsgebiet .
Alexander Richter vom Ressort Grünflächen und Forsten gibt zunächst einen Überblick über die vorgesehenen Maßnahmen zur Verbesserung des Stadtklimas durch Aufwertung des bestehenden Stadtgrüns. Wuppertal ist eine Stadt mit sehr hohen Grünflächenanteil, den es zu erhalten gilt. Ziel ist es, die bestehenden städtischen Grünflächen zur Verbesserung des Klimaschutzes aufzuwerten. Er weißt auf des Projekt „Freiraum ohne Grenzen“ hin, das eine Konzeption für die Gesamtstadt erarbeitet. Einbezogen werden dabei alle Grünflächen auch Spiel- und Sportplätze, wobei die unterschiedlichen Nutzungsansprüche berücksichtigt werden. Es geht um Bestandserhaltung und Verbesserung, sowie Vernetzung dieser Flächen. Ergebnisse dieser Untersuchung sollen bis Frühjahr 2026 vorliegen.
Das bestehende Stadtgrüns soll durch zusätzliche Baumpflanzung als eine natürliche Form des Klimaschutzes in den Stadtgebieten aufgewertet werden. Durch die hohe Besiedlungsdichte sind ca. 60% der Straßen in den Quartieren ohne Baumbepflanzung. Um hier den Klimaschutz zu verbessern, sind weitere Anpflanzungen vorgesehen. Wer Vorschläge für Standorte neuer Baumpflanzungen hat, kann diese dem Ressort Grünflächen melden. Zur Entscheidung, ob die vorgeschlagenen Standorte geeignet sind, gibt es Kriterien. Zum Beispiel ist der ausreichende Platzbedarf für eine neu Baumpflanzungen entscheidend. In den engen Straßen zum Beispiel des Mirker Quartiers sind die Flächen häufig nicht ausreichen.
Ein Teil dieser Gesamtkonzeption ist das Projekt Wuppertaler Klimagipfel. Es umfasst die Flächen des Kaiser-Wilhelm-Hain, sowie die Wegeverbindung von der August-Bebel-Straße zu diesen Flächen, eine Brachfläche am Sportplatz, die heute als Freilauffläche für Hunde genutzt wird, sowie Flächen des Friedhofs Bredtchen. Somit entsteht hier eine Wegeverbindung weitgehend durch Grünflächen von der Nordstadt zum Mirker Hain. Es wird als ein Außenprojekt im Rahmen der BUGA gesehen.
Folgende Ideen sollen hier umgesetzt werden wie Streuobstwiesen in Teilbereich des Friedhofs, der brachliegende Bereich des Sportplatzes kann als Sportplatz für Schulen oder für den Freizeitsport umgestaltet werden, die heutigen Lagerflächen des Friedhofs könnten zu Freilaufflächen für Hunde werden, ein Waldleerpfad mit pädagogischen Konzept kann eingerichtet werden. Die Fläche, in der die Eschenbeek verläuft kann zu einer Retentionsfläche für den Bach werden.
Für das Mirker Quartier ist eine gute fußläufige Verbindung zu den vorgesehen Zugangswegen wichtig, um diese Flächen zur Naherholung gut zu erreichen. Es ist vorgesehen, durch Bürgerbeteiligungsmaßnahmen auch die Bürgerschaft in die Planung mit einzubinden. Obwohl dieses Gebiet in die Zuständigkeit für der Bezirks Uellendahl-Katernberg gehört, sollte auch die Bezirksvertretung Elberfeld in die Abstimmung mit einbezogen werden.
Die Ausschreibung dafür erfolgt voraussichtlich in 2026, so dass bis ca. 2028/29 mit der Fertigstellung gerechnet werden kann. Für das Projekt stehen Mittel in Höhe von 3,65 Mio € zur Verfügung.
Ein Vorschlag von Herrn Richter ist, auch die Bürgerschaft zu motivieren, sich nachhaltig für die Pflege und Bewahrung solcher Maßnahmen einsetzt. Vielleicht können Patenschaften für diese Gebiete gewonnen werden.
Die Vorlage für den Wuppertaler Klimagipfel ist im Internet unter folgendem Link zu zu finden.
SessionNet | „Wuppertaler Klimagipfel“ – Klimafreundlicher Grünraumverbund im Wuppertaler Norden
3. Erfolgsstory Mirker Quartiersfonds
Dieter Bieler-Giesen gibt einen Rückblick über die Projekte des Mirker Quartiersfonds.
Ab 2016 konnten durch Städtebaufördermittel im Mirker Quartier viele kulturelle, pädagogische, künstlerische und sonstige Projekte von unterschiedlichen Organisationen aus dem Quartier gefördert werden. Die förderfähigen Projekte wurde von einem Beirat ausgewählt, der mit Personen aus unterschiedlichen Organisationen im Quartier besetzt ist.
Durch diese Förderung konnte z.B. die Homepage des Forum:Mirke professionell gestaltet werden. Von der Alten Feuerwache wurde die Fotoausstellung „Facetten der Mirke“ mit Bildern von Menschen aus dem Quartier und deren Erläuterungen zusammengestellt. Von Anadolu e.V. wurde das Kunstprojekt Ebru, das viel Anklang fand, durchgeführt sowie pädagogische Kurse.
Auf der Homepage des Forum:Mirke sind viele dieser Projekte vorgestellt worden und können dort nachgelesen werden. (Mitmachprojekte – Quartier :Mirke
Insgesamt wurde die Fördersumme von ca. 260.000 € ausgegeben. Für 2026 stehen letztmalig noch 14.700 € für Projekte zur Verfügung.
Die Liste der geförderten Projekte ist in der Anlage zu entnehmen.
Diese Projekte förderten ein gutes Miteinander in der Mirke und trugen dazu bei, dass sich eine Quartiersidentität bildete. Es wäre schön, wenn weiterhin eine entsprechende Förderung eingerichtet würde.
Zur Zeit wird in einer wissenschaftlichen Evaluierung dieses Projektes untersucht. Die Ergebnisse werden im Forum:Mirke vorgestellt.
4. Wärmewende im Mirker Quartier
Klimaneutrales Heizen ist in der Nordstadt unter anderem wegen des Denkmalschutzes eine Herausforderung. Es hat sich eine Initiative gebildet, um die Möglichkeiten der Umsetzung mit einem Nahwärmenetze zu erarbeiten, die AG Wärmewende.
Wärme- und Energiewende – Ölberg eG
Am Ölberg haben sich erste Interessenten zusammengetan, so konnten mit der Denkmalbehörde Kompromisse zur Aufstellung von Solaranlagen auf denkmalgeschützten Dächern erreicht werden. Eine Solaranlage ist in der Ottenbrucher Straße jetzt aufgebaut worden.
Im Rahmen des SinBa Projektes unterstützt die Neue Effiziens die Interessenten bei der Entwicklung eines Nahwärmekonzepts. Eine Machbarkeitsstudie soll im Dezember vorliegen. Mittlerweile haben städtische Mitarbeitende bereits Hauseigentümer angesprochen, um sie für eine Beteiligung zu gewinnen.
Kooperative Nahwärmeversorgung im Quartier – SInBa
Auch in der Mirke haben sich vor Kurzem Interessierte zusammengesetzt, um gemeinsam Lösungen für ein klimaneutrales Heizen zu entwickeln. Ansprechpartnerin dafür ist Christine.
Gaby informiert, dass am 17.11. die Initiative „Erderwärme dich“ aus Bremen um 19.00 Uhr im Hub über ihre Erfahrungen informiert.
5. Sonstiges
Rechte Schmierereien, wie damit umgehen?
Christine informiert, dass ihr rechte Schmierereien aufgefallen sind. Sie hat den Hauseigentümer informiert, der diese umgehend beseitigt hat und auch den Staatsschutz. Sie schlägt vor, dass auf unserer Homepage Informationen, wie damit umzugehen ist, veröffentlicht werden.
6. Termine
Advents Bummel in der Mirke
eine Initiative der Geschäftsleute in der Mirke am 29.11. ab 13.00 – 18.00 Uhr
nächstes Forum:Mirke
am 13. Januar 2026
