Forum:Mirke 37 | 17. Juni 2021

  1. Kunst im Ada

Torsten Krug Vorsitzender von Insel e.V. informiert, dass sich der Verein im Oktober 2019 gegründet hat und anschließend bei einer Woche „Probewohnen“ die Ausrichtung des Vereins konkretisieren konnte. Danke einer städtischen Unterstützung von 15.000 € gab es für den Start eine Basis. Der anschließende Corona-Lockdown war eine große Herausforderung, die Dank des Entgegenkommens des Vermieters gemeistert wurde. Dabei zeigte es sich deutlich, dem Vermieter geht es um die Erhaltung des ADA. Von Insel e.V. ist die 1. Etage mit dem großen Raum für 199 Personen gemietet. Damit sind die Gastronomie (Erdgeschoss) und der kulturelle Bereich finanziell getrennt. Der Lockdown wurde für die Renovierung des Gebäudes (z.B. der Einbau neuer barrierefreier Toiletten) und der Neuausrichtung des ADA kreativ genutzt.

Die Lesung am 11.6. mit Philipp Weiss konnte bereits live stattfinden. Geplant sind Theaterproduktionen z.B. von Julia Wolf, Musikveranstaltungen wie vom 27. bis 29. August 2021 ein dreitägiges Festival anlässlich des 80 Geburtstags von Peter Brötzmann, Filmpräsentationen sowie Tanzkurse und Tanzdarbietungen. Über das aktuelle Programm informiert die Homepage www.insel.news.

2.-          Neuausrichtung der Freifläche hinter dem ADA

Uta Atzpodien berichtet, dass auch die Hoffläche hinter dem ADA neu gestaltet werden soll. Vor ca. 10 Jahren wurde dieser Bereich mit verscheiden Funktionsflächen neu geplant und umgestaltet. So wurden z.B. eine Boule-Bahn angelegt, ein Biergarten und eine kleine Theaterfläche vorgesehen. Ein großer Teil der Fläche ist für Parken reserviert. Die Aufenthaltsflächen werden ausgenommen der Biergarten heute nur wenig genutzt.

Dieser Platz soll durch eine Umgestaltung neuen Nutzungsmöglichkeiten erhalten. Dazu wurde beim Bürgerbudget ein Projekt eingereicht, das jetzt die erste Auswahlstufe erreicht hat.

Der Hof soll zu einem öffentlichen Raum – einem Inselkulturgarten werden. Michael Felstau stellt die ersten Ideen dazu vor. Die versiegelten Flächen können für Urban Gardening z.B. für Hochbeete aufgebrochen werden, die dann von den Bewohner*innen bepflanzt und geerntet werden. Auf den heutigen Stufen entstehen Kräuterbeete, die von den Anwohnenden gepflückt werden. Eine Möblierung wie Bänke und Liegen auf der Fläche verbessert die Aufenthaltsqualität. Für Urban Gardening sind Workshops geplant, um die Ideen von Naschgärten im Quartier zu verbreiten. Zunächst ist eine Pflege der bestehenden Gärtenflächen vorgesehen, sowie die Sanierung der Boule-Bahn. Für die Fläche ist jetzt der Eigentümer des ADA verantwortlich.

Thomas Kring schlägt für die Planung der Flächen einen Dialogprozess mit Bezirksvertretung und den Menschen im Quartier vor.
Von Thomas Weyland wird angeregt, die Idee des Düsseldorfer SDE-Teams aufzugreifen und eine Mobilstation auf dem Parkplatz mit Bike- und Carsharing einzurichten. Heute gibt es dort bereits 3 Cambio-Parkplätze.
Erol Celik hat die Idee, an einen Erwachsenenspielplatz einzurichten.
Auch die Kinderperspektive soll bei der Planung berücksichtigt werden.

Im Rahmen des Bürgerbudgets erfolgt noch die endgültige Auswahl der Projekte. Uta wird das Forum informieren, damit die Quartiersbewohner*innen für das Hofprojekt abstimmen können.

  1. Was könnte in Zukunft in der orangenen Halle stattfinden, wenn die Spedition ausgezogen ist?

Auf dem Utopiastadt Campus von dem Projekt Neue Urbane Produktion NUP werden neue Lösungen für Produktionen in der Stadt ausprobiert. Hier werden Handwerk, Produzieren, Dinge ausprobieren und  herstellen gefördert. Die ca. 3500 qm große Halle wird noch bis 2023 von der Spedition genutzt. Danach erwartet sie neue Nutzungsmöglichkeiten, die für kooperative Urbane Produktionen bereit stehen.

Die Erkundung und Planung einer zukünftigen Nutzung der gelben Halle ist ein Projektbaustein der Neuen Urbanen Produktion. Um über die mögliche Nachfrage des Quartiers nach Produktionsflächen mehr zu erfahren sind auch Ideenworkshops an der Trasse geplant. Ein wichtiger Beitrag zur Erarbeitung von Vorschlägen wird aber ein Wettbewerb für Studierende sein. In diesem Rahmen sollen die Bedarfe ermittelt und bereits konkretisiert werden, was Flexibilität, Raumbedarf usw. anbelangt. Ziel ist es, dass sich die Nutzung nach einem Anschub selbst weiter trägt und finanziert unter Berücksichtigung von Gemeinwohlaspekten.
Ende August starten die Workshops, ab Oktober der studentische Wettbewerb.

Vom Projekt werden die Vorschläge und Ideen ausgewertet und zu einem Ergebnis zusammengefasst, dass dann an Utopia geht. Die Realisierung und Umsetzung der Nutzungskonzepte müsste dann im Rahmen eines neu zu beantragendem Projekts erfolgen.

Das Forum: Mirke wird gebeten, sich an dem gemeinsamen Zusammentragen der Ideen auf den Projektboard zu beteiligen. Zu den folgenden Themen werden Ideen gesammelt:

  • Wenn ich hier 30 qm zur freien Verfügung hätte, würde ich…

 

  • Es ist Juni im Jahre 2025: Ein strahlender Tag liegt vor mir!
    Ich gehe durch das große Tor der orangen Halle und freue mich auf
  • In der Mirke fehlt es an Raum für…..

Dimitrij Haak fällt bei der Sammlung auf, dass für „alle offene“ Veranstaltungen gewünscht werden. Nach seiner Wahrnehmung zeigt das, dass hier ein Defizit an gemeinsamen Aktionen besteht. Darauf entwickelte sich eine Diskussion, dass die bestehenden Organisationen stärker zu einen Miteinander herangeführt werden sollten. Erol Celik schlägt deswegen vor, ein Stadtteilfest für die Menschen im Quartier zu organisieren – eine gemeinsame Veranstaltung aller im Quartier tätigen Organisationen. An dieser Idee soll weiter gearbeitet werden.

  1. Aktuelles

Modelltraumland
Klaus Weikamp und Bernd Schreiber haben in der Wiesenstraße 48 in einem Ladenlokal eine Modellwerkstatt eingerichtet. Hier sollen Kinder  und vielleicht auch Erwachsenen in den Modellbau eingeführt werden. Bastelaktionen gab es bereits mit Schüler*innen der Helmholtz-Realschule und Kinder der Alten Feuerwache. Weitere Kurse sollen bereits in den Ferien folgen. Gebastelte Modelle können in den Schaufenstern bewundert werden.
Ziel ist es, die Kinder an die Bastelarbeiten heranzuführen und ihnen zu zeigen, dass es Spaß macht, handwerklich zu arbeiten.

Stadtentwicklungssalon
Der dritte Stadtentwicklungssalon in der Reihe Gemeinwohlorientierte Flächenentwicklung wird erst im Herbst stattfinden. Die Ergebnisse der beiden ersten Veranstaltungen sollen dann auch auf die Situation im Wuppertal übertragen werden. In einer gemeinsamen Diskussion mit lokalen Entscheidungsträger*innen der Wuppertaler Politik und Verwaltung wird diskutiert, was sich ändern muss, damit Gemeinwohlorientierung und Koproduktion in der Flächenentwicklung für die Zukunft in Wuppertal die Regel werden. Welchen Beitrag kann dabei eine aktive Bodenpolitik der Stadt leisten und wie muss diese aussehen.

Abstellmöglichkeit für Lastenfahrräder/Pedelecs in der Tiefgarage Helmholtzstraße
Die Mobile Mirke ist mit der GWG im Gespräch, Abstellmöglichkeiten in Tiefgaragen für Lastenfahrräder und Pedelecs anzumieten. In Frage kommt dabei z.B. die Tiefgarage in der Helmholtzstraße oder an der Wiesenstraße. Damit wir mit dem Projekt weiter vorankommen, wollen wir wissen, wer Interesse an der Anmietung eines  Fahrradparkplatzes hat. Wenn ihr einen Fahrradparkplatz mieten wollt oder weitere Fragen dazu habt, schickt bitte eine Mail an info@quartier-mirke.de

  1. Sonstiges

24 Stunden-Lesung  vom 19.6 -20.6.
Am „Internationalen Tag des Flüchtlings“ hält die Seebrücke Wuppertal von Samstag, 19. Juni, 12 Uhr bis Sonntag, 20. Juni, 12 Uhr eine 24-stündige Mahnwache in Gedenken an die Opfer der EU-Grenzpolitik ab. Ein breites Bündnis wird in Wuppertal in halbstündigem Wechsel Namen der Opfer und teilweise mehrsprachige Texte, verfasst von Menschen auf der Flucht, vorlesen.

Am 20.6. Platz der Republik in Ostersbaum
Tag des guten Lebens
Das nächste Forum:Mirke findet am 23. August statt.

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