Forum:Mirke 20 | 15. November 2017

Ort: Klimaschutzsiedlung Malerstraße | Gemeinschaftsraum

1. Begrüßung

Thomas Weyland begrüßt die Teilnehmenden.

Obwohl es das 20. Forum:Mirke ist, gibt es keinen Sekt :((

2. KomMal e.V.

Christiane Rebensburg stellt den Verein KomMal e.V. vor, der seit 5 Jahren existiert. Ein Schwerpunkt der Arbeit ist der Umweltschutz, für den die Klimaschutzsiedlung ein gebautes Beispiel ist. Der Verein bietet regelmäßig Führungen für Interessierte durch das Haus an (wenn wer Interesse daran hat bitte melden bei Margot.Nitz-Roelofsen@web.de).  Auch die Förderung von Kunst und Kultur gehört zu den Vereinszielen. So war der Gemeinschaftsraum Ausstellungsort der WOGA und es finden regelmäßig Konzerte statt. Demnächst geht eine Webseite an den Start, über die dann aktuelle Informationen verfügbar sind und eine bessere Vernetzung mit anderen Akteuren in der Nordstadt möglich wird.

Der Verein engagiert sich auch in der Flüchtlingsarbeit wie z.B. durch gemeinsames Kochen und Essen. Die Mitwirkung des Vereins im Quartier ist weiter in der Entwicklung begriffen.

3. Homepage www.quartier-mirke.de

Die Erstellung der Homepage wurde aus dem Stadtteilfonds finanziert. Jacob Economou stellt den Aufbau und das Layout vor. Es gibt eine Redaktion und Beiträge von Akteuren aus dem Quartier sind hoch erwünscht, sie können sich gerne andocken. In den nächsten Tagen geht die Seite online. Es wird nach einem Veranstaltungskalender gefragt. David Becher berichtet, dass er dabei ist, eine Verknüpfung zu Wuppertal Live herzustellen. Darüber können unkompliziert Termine veröffentlicht werden, die dann auf der Homepage auch sichtbar sind. Kritik an der Darstellung des Quartiers auf einer Karte wird geäußert, es fehlt die nördliche Mirke. Die Karte ist ein älteres Produkt, das vor dem Hintergrund der förmlichen Abgrenzung des Stadtumbaugebiets entstand. Die Abgrenzungen des Stadtumbaugebiets müssen auch noch mal verändert werden, wenn das Mirker Freibad möglicherweise auch eine Förderung bekommt. Eine Überarbeitung der Karte mit Einbeziehung der nördlichen Mirke ist in jedem Fall sinnvoll und soll gemacht werden. In der Umgebung der Kreuzkirche soll eine Smarte Litfaßsäule aufgestellt werden. Die Quartiers-Homepage hat dafür schon Inhalte und sollte technisch mit ihr verknüpft werden.

4. Autofreies Elberfeld

Thomas Weyland stellt die Aktivitäten zum Thema auf dem Ölberg vor. Er berichtet von einer Aktion der Bewohner*innen gegen Eltern-Taxen am St.Anna-Gymnasium und von einem Antrag auf Einrichtung einer 20 Km-Zone in der Marienstraße an die BV. Die Idee, Fahrradgaragen auf dem Ölberg einzurichten, wurde in die Projektliste des Mobilitätsgipfels aufgenommen. Die Handlungsansätze Ölberg sind in der Anlage angehängt. Klaus Lüdemann regt Hilfen für Anstiege für den Fahrradverkehr z.B. in der Ekkehardstraße an, z.B. die „norwegische Kette“. Für Fußgänger*innen wären solche Anstiegshilfen auch notwendig im Hinblick auf Barriereabbau. Er weist darauf hin, dass es eigentlich zu viele Parkplätze in der Innenstadt gibt, Parkhäuser stehen oft in großen Teilen leer, Parkplätze des Einzelhandels sind auch nicht voll ausgelastet. Durch eine sinnvollere Nutzung können Flächen freiwerden, die für eine Wohnbebauung genutzt werden könnten, anstatt dafür neue Flächen auszuweisen, wie es gerade geschieht.

Eine Ideenliste mit Maßnahmen für eine veränderte Mobilität im Mirker Quartier, die aus vorhergehenden Diskussionen zusammengetragen wurde, liegt vor (ist an dieses Protokoll noch mal angehängt). Die Frage ist, ob es Interesse an einer AG gibt, die die spezifischen Fragestellungen für die Mirke weiter herausarbeiten. Stichworte dazu sind:

// Mehr Fahrräder brauchen mehr Platz, Fahrradabstellboxen auf dem Karlsplatz

// Bedeutung von Spielstraßen mit geeigneten Aktionen wieder ins Bewusstsein rücken, z.B. „Tag des guten Lebens“ Köln

// Parksituation auf dem Vorplatz des Bahnhofs. Für die Nutzung des Bahnhofs müssen wegen der Stellplatzverordnung Parkplätze nachgewiesen werden. Das Verkehrsaufkommen ist dort an schönen Tagen extrem hoch. Welche Angebote können gemacht werden, damit Fahrradfahrer*innen aus Cronenberg nicht mit dem Auto kommen, um auf der Trasse Fahrrad zu fahren?

// Die Stellplatzverordnung könnte wie in Baden-Württemberg geändert werden, wo statt einem Autoparkplatz auch vier Fahrradplätze ausgewiesen werden können.

//Buslinien wie die 620 und 643, die in die Quartiere fahren sollten auch noch später am Abend fahren.

// Wie kann die Idee einer „Grünen Brücke über die A 46“ in die BUGA-Planungen einfließen? Im Moment wird eine Machbarkeitsstudie erstellt. Das Orga-Team F:M will zeitnah eineVision der Brücke vorlegen, man sollte sich aber argumentativ aufstellen, um diese Idee beizeiten einnbringen zu können. Jemand von Utopiastadt, jemand von der Ölberginitiative und Christine Riesner wollen eine AG initiieren, die IG Fahrradstadt soll auch angesprochen werden (siehe Termine).

Das neue Format des Stadtentwicklungssalons kann genutzt werden, um ein Konzept für die Mirke zu erarbeiten. Herr Bieler-Giesen berichtet, dass er und seine Kollegin Frau Stamm einen Förderantrag „Nachhaltige Mobilität“ vorbereiten und sich deswegen an die Akteure in der Mirke und vom Ölberg wenden werden. Quer zu diesen konkreten Ansätzen wird die Frage diskutiert, ob der Begriff „autofrei“ nicht ein Reizbegriff ist, der mehr Widerstand auslöst als die Diskussion zu befördern. Sollte man sich darauf konzentrieren, positive Bilder vom Quartier mit weniger Autos zu projizieren oder geht es nicht ohne Zwang, wenn das Auto zurückgedrängt werden soll? (Oscar Reutter, Wuppertal Institut –Push and Pull). Es gibt auch Plädoyers für eine radikale Position zu „autofrei“: seit 20 Jahren gibt es in Mobilitätsfragen kein „Nett“ mit der Autoindustrie. Die Städte sind hoffnungslos mit Autos vollgestopft, es gibt Null-Senkung von CO2, die Gesundheitsbelastungen durch Autos sind enorm.

5. Quartiersfonds Mitmachprojekt „TrassenRave

Julian Dell berichtet über die Veranstaltung, die mit 1.500 € aus dem Quartiersfonds gefördert wurde. Dieser Betrag stellt 1/5 der gesamten Kosten dar, das ehrenamtliche Engagement von rund 10 Leuten ist sehr groß. Außerdem wird der TrassenRave von Sponsoren gefördert. Der 3. TrassenRave in diesem Sommer war sehr besonders, weil er komplett im Regen „abgesoffen“ ist. Trotzdem waren ca. 1000 Besucher*innen gekommen, in den Jahren vorher – bei gutem Wetter – waren mindestens doppelt so viele da.

Charmant an dem Format ist, dass viele Leute ungeplant in das Festival hineingeraten. Für Kinder gibt es Ohrenschützer. Die Lautstärke wird über das ganze Festival gemessen und kontrolliert. Die Künstler sind von lokal bis international. Grundsätzlich ist der Eintritt frei, es werden aber Supporter-Tickets verkauft, für die es als Gegengabe ein Bändchen gibt.

6. Kreuzkirche

David Becher verweist auf die Veranstaltung am 17.11. in der Kreuzkirche

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