Forum:Mirke 61 | 12. Juni 2025

zu Gast im Nutzgarten der Alten Feuerwache an der Nordbahntrasse

1. Vorstellung des Nutzgartens der Alten Feuerwache

Bahar Çelik begrüßte für die Alte Feuerwache im Nutzgarten und stellte sich als neue Geschäftsführerin vor. Sie startete vor 13 Jahren ihren Weg als Praktikantin in der Alten Feuerwache und führte ihn über den Posten der pädagogischen Leitung über zwei Mutterschaften und der stellvertretenden Geschäftsführerin nun bis zur Leitung der Einrichtung.
Dann übergab sie das Wort an Eberhard Fahle, der mehr über den Nutzgarten erzählte. Dieser ist nicht einfach öffentlich zugänglich, weil er in erster Linie für pädagogische Zwecke dient: Kinder der Alten Feuerwache haben die Möglichkeit, über Anbau, Aufwuchs, Ernte und Verarbeitung von Gemüsepflanzen durch eigenes Erleben zu lernen. Oder einfach mal einen offenen Frei- und Schutzraum im Grünen zu genießen.
Mit Ergänzungen von Kollege Vincent Utech berichtete Eberhard auch von der Tiergestützten Pädagogik im Nutzgarten. Leider erwies sich die Schafhaltung als nicht haltbar: Zum einen war die Herde mit drei männlichen und drei weiblichen Schafen nicht angemessen ausgewogen, zum anderen war die Versorgung und Pflege trotz viel ehrenamtlichen Engagements zu komplex, um sie sicher bewerkstelligen zu können. Mittlerweile leben die Schafe in anderen Herden mit mehr Platz und besserer Sozialstruktur und sind glücklich.
Hühner sind aber nach wie vor und eher zunehmend vor Ort, werden ebenfalls durch Quartiersnachbar:innen ehrenamtlich mitversorgt und sind wichtiger Teil der tiergestützten Pädagogik der Alten Feuerwache. Diese soll weiterentwickelt werden, wozu auch die Flächen neben dem Nutzgarten, auf dem momentan noch die Häuser des Living Lab NRW stehen, im Blick sind.

Ganz neu im Nutzgarten steht der Brotbackofen, ein durch den Quratiersfonds gefördertes Projekt, das nach einigen Hürden über die Jahre nun durch starkes ehrenamtliches Engagement auch von Aktiven in Utopiastadt fertig gestellt werden konnte. Geplant ist, regelmäßige Backtage anzubieten, bei denen Nachbar:innen eigenen Brotteig mitbringen und backen können. Dazu muss der Ofen ca. 4 Stunden vor Nutzung angefeuert werden und jemand muss den gesamten Prozess begleiten. Eberhard Fahle könnte sich vorstellen, dass zumindest 1 x im Monat ein Backtag zustande kommen könnte, vorausgesetzt, es gibt genug Menschen, die die Betreuung eines solchen Tages übernehmen.

Es kamen sofort einige Ideen auf: Zum samstäglichen Sanierungs-Workout von Utopiastadt dort die Abendessenspizza zuzubereiten, zu Ostern traditionelle griechische Osterstuten zu backen oder im Advent eine Weihnachtsbäckerei zu veranstalten.
Im Ofen können etwa 10 Brote oder 5 Pizzen gleichzeitig gebacken werden.
Wer Interesse an der Nutzung des Ofens hat, meldet sich gerne bei Eberhard Fahle unter fahle@altefeuewache-wuppertal.de

2. Erfolgsstory Quartiersfonds

Leider konnte Dieter Bieler-Giesen als Projektleiter nicht selber vor Ort sein, so dass wir den umfassenden Rückblick auf die fast 10 Jahre Quartiersfonds ein weiteres Mal vertagen. Das ergibt allerdings auch zusätzlich Sinn, weil gerade eine wissenschaftliche Evaluierung dazu läuft, und zum Ende des Jahres in dem Zusammenhang noch mal viel fundierter zurückgeschaut werden kann.
Aktuell laufen die Projekte Schreib- und Leseförderung, Dekorative Handarbeiten und Tanz meets Theater beim Anadolu e.V., der Pfad der Kinderrechte des Planet K. e.V., der Spiel- und Freizeittreff der Alten Feuerwache gGmbH sowie das Tür an Tür Viertelfest der Hebebühne e.V.. In der Beantragung sind Supagolf 2025 der Hebebühne e.V. und weitere Mittel für Betrieb und Inhaltserstellung der Quartierswebsite quartier-mirke.de zur Dokumentation der Entwicklung des Quartier Mirke 2025, verwaltet durch die Utopiastadt gGmbH.
Im Forum wurde über die Notwendigkeit gesprochen, nach Abschluss der Förderphase dringend zu diskutieren, wo in Zukunft Gelder für weitere Projekte her kommen können, da diese ganz offensichtlich in den vergangenen 9 Jahren viel Gutes im und für das Quartier bewegt haben. Dazu lassen sich sicherlich auch gut die Ergebnisse der Evaluation nutzen.

3. Wie geht es weiter mit der Kreuzkirche?

Joachim Beck von Beck & Consorten konnte zwar leider nicht persönlich anwesend sein, hatte aber per Telefon vorab berichtet, dass das Unternehmen beabsichtigt, die Kirche zu kaufen und sich mit entsprechenden Plänen zur Umnutzung zu einer Weiterbildungs-Einrichtung in den Prozess der B-Plan-Entwicklung begibt. Ein erster Schritt ist bereits vollzogen und die Pläne in der Bezirksvertretung vorgestellt. Der nächste Schritt ist die öffentliche Vorstellung der Pläne: Am Mittwoch den 25.06.2025 besteht um 18 Uhr in der Kreuzkirche die Möglichkeit, sich über die Planung zu informieren und Anregungen und Bedenken einzubringen.
Beck & Consorten baute und betreibt auch das Escape Center auf dem Utopiastadt Campus und ist bekannt für fortschrittliche Trainee-Konzepte für kleine und mittelständische Unternehmen vor allem im Bergischen Land. Außerdem kennt man Joachim Beck von der Durchführung von Karaoke-Veranstaltungen im Beatz und Kekse oder einer originellen Gala ›Manager in der Manege‹ mit singenden Geschäftsführer:innen.
Beck äußerte Interesse, den Ort in Korrespondenz mit dem Quartier weiterzuentwickeln und wir sind gespannt, nachdem die Kirche zuletzt eher einen sehr verschlossenen Eintruck machte, wie sie wieder zum offeneren Ort wird.

4. SalusTransform

Die Universität Bremen, die Ruhruniversität Bochum und das Wuppertal Institut erforschen in dem 3-jährigen Projekt ›SalusTransform‹, ob große Programme zur Stadtentwicklung auch wirklich die Situation von den Menschen vor Ort verbessern, ob sich zum Beispiel ihre Lebensqualität positiv verändert. Dabei schauen sie explizit auf die integrierten Stadtentwicklungskonzepte (ISEK) der Quartiere Bremen Blumenthal, Bochum Wattenscheid und Wuppertal Mirke und inhaltlich auf die Aspekte ökologische Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit und vor allen Dingen Gesundheit.
Zu diesem Stichwort erwähnte Vincent Utech, dass die Alte Feuerwache gerade mit der Techniker Krankenkasse und dem Jugendamt in einer Antragsvorbereitung für ein Präventionsprojekt zur gesundheitlichen Chancengleichheit im Quartier ist. Wir drücken die Daumen!

5. Quartiersflohmarkt

Achtung, geändertes Datum: 14.09. (Wahltag!)
Anmeldung ab sofort unter https://flohmarkt.quartier-mirke.de
Jacob Economou erläutert kurz noch mal das Konzept: Auf privaten Flächen kann an dem Tag Trödel angeboten werden. Wichtig: Öffentliche Wege dürfen nicht genutzt werden. Auf einer Karte werden alle Projekte, die sich unter dem genannten Link anmelden präsentiert. Zudem gibt es auf der Website Werbematerial, das man sich runterladen und selber ausdrucken kann. Zudem wird es aber auch noch Flyer und Plakate geben. Wer weder Hinterhof noch Garage zur Verfügung hat, kann schauen, ob er auf öffentlichen ›Privatflächen‹, die am ADA, in Utopiastadt, an der Hebebühne oder den Wiesenwerken angeboten werden.
Auch wurde die Idee in den Raum geschmissen, ob nicht auch Flächen an der Kreuzkirche genutzt werden können.

6. Termine

14.09.
Garagen-, Garten- und Hinterhof-Flohmarkt im Quartier:Mirke
https://flohmarkt.quartier-mirke.de
14.09.
Kommunalwahl
15.09.
Forum:Mirke (Ort wird noch bekannt gegeben)
https://quartier-mirke.de

7. Sonstiges
In der Lederstraße entwickelt sich zunehmend ein Müll-Problem: Container stehen dauerhaft an der Straße, durch Mülltourismus und Fledderung liegt zunehmend Unrat auf der Straße herum, so dass sie eigentlich gar nicht mehr als Spielstraße genutzt wird/werden kann.
Auch weitere Stellen im Quartier sowie das zunehmende Problem mit abgestellten Autowracks kommt zur Sprache.
Das Forum:Mirke will sich dafür einsetzen, einen Ortstermin mit politischen Vertreter:innen (Bezirksbürgermeister, BV) und Verwaltung (ESW, AWG, Ordnungsamt) zu veranlassen. Christine Riesner aus de Forum:Mirke Orga-Team übernimmt es, den Bezirksbürgermeister darauf anzusprechen.

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