Verbesserung des Lärmschutzes an der A46

 

 Ergebnisse eines Treffens engagierter Bürgerinnen und Bürger, die sich für besseren Lärmschutz an der A 46 einsetzen

Die Mobile Mirke – Verkehrsarbeitsgruppe des Forum:Mirke hat zu einem Treffen der vom Autobahnlärm Betroffenen eingeladen. Dieser Einladung folgten knapp 20 Personen.

Zusätzlich zu einem verbesserten Schutz vor Autobahnlärm fordert die Mobile Mirke auch eine weitere Fußgänger/Fahrradbrücke, wodurch die starke Trennwirkung der Autobahn im Mirker Quartiers vermindert werden könnte. Lärmschutzwände könnten auch mit Fotovoltaik ausgestattet werden, um dadurch auch Energie zu gewinnen. Eine Überdachung der Autobahn mit einer Grünbrücke wäre die beste Lösung, wird aber wegen der erheblichen Kosten wohl scheitern.

Ein Gespräch der Mobilen Mirke mit Stadtverwaltung und Politikern macht deutlich, dass Bürger*innen nur gemeinsam mit Unterstützung vor allem der Bundespolitiker (Zuständig für die Autobahn ist der Bund) bei Straßen.NRW (die die Baumaßnahme durchführen) Einfluss auf die Planung erlangen können.

Anlass ist, dass die Brücke über die Uellendahlerstraße saniert werden muss, die Galerie Hansastraße soll dann abgerissen werden, auch weil die Galerie nicht mehr den heutigen technischen Sicherheitsstandards entspricht. Dadurch werden für den Abschnitt Uellendahlerstraße bis Katernberg neue Lärmschutzanlagen erforderlich. Bei einer Bürgerinformation berichtete Straßen.NRW, für die Planung der Lärmschutzanlagen eine Machbarkeitsstufe in Auftrag zu geben, die voraussichtlich Sommer 2019 vorliegen wird. Die Studie soll dann im Rahmen eines Nachbarschaftsforums vorgestellt werden. Der Termin ist noch nicht bekannt.

Die Baumaßnahmen werden mit der Ertüchtigung der Brücke über die Uellendahlerstraße beginnen (voraussichtlich bis 2021/2022), nachfolgend werden dann die Lärmschutzanlagen neu errichtet.

Generell werden bei Baumaßnahmen im Bestand Grenzwerte für Schall nach den Richtlinien der Lärmsanierung behandelt, Neubauten nach den Regeln der Lärmvorsorge. Info dazu: https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/StB/laermschutz.html

Von Straßen.NRW gibt es die Aussage, dass der Lärmschutz als „freiwillige Leistung“ (so genannter Härtefall) entsprechend der Lärmvorsorge erfolgen soll.

Lärmwerte werden berechnet, Messwerte werden nicht zur Beurteilung herangezogen. Für die Lärmberechnung werden topographische Geländemodelle und die Verkehrsbelastung verwendet. Die Verkehrsbelastungszahlen werden bei den regelmäßig stattfindenden Verkehrszählungen als DTV-Werte (Mittelwerte) ermittelt.

Lärmkarten sind im Internet abrufbar
https://www.umgebungslaerm-kartierung.nrw.de/

Problem: wie wird Lärmschutz während der Bauphase erreicht, wenn die Galerie abgerissen ist?

Der Lärmaktionsplan LAP der Stadt ist in Arbeit. Er basiert auf einer Europäischen Richtlinie. Die Stadt ist verpflichtet einen LAP aufzustellen. In diesem Plan werden Lärmquellen ausgemacht und es werden Maßnahmen zu Reduzierung/Vermeidung des Lärms erarbeitet. Von der Stadt ist auch eine Bürgeranhörung geplant. Bislang war die Autobahn aus dem LAP ausgeklammert. Sie wird in dem neu zu erarbeitenden LAP mit aufgenommen. Da die Autobahn eine erhebliche Lärmquelle darstellt, ist es wichtig, unsere Anliegen/Forderungen in diesen Prozess einzubringen und uns daran aktiv zu beteiligen.

Die Klassifizierung der A 46 hat sich geändert. Sie wurde von einer nationalen zu einer europäischen Autobahnverbindung hochgestuft. Dadurch sind höhere Verkehrsbelastung zu erwarten und vor allem eine Steigerung des LKW-Verkehrs. Diese Änderung der Klassifizierung ist ein weiteres Argument, besseren Lärmschutz an der A 46 zu fordern.

Zur Verbesserung des Lärmschutzes sollen auch eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 80 km/h und die Verwendung von Flüsterasphalt gefordert werden.

Als Fazit des Treffen ist zusammenzufassen:

  • Eine Zusammenarbeit engagierter Bürger*innen ist aufzubauen, zu aktivieren und zu koordinieren.
  • Wissen dazu muss gesammelt, erweitert und untereinander ausgetauscht werden.
  • Städtische Pläne/Konzepte, in denen die Thematik Lärmschutz aufgegriffen wird, müssen aktiv begleitet werden.
  • Alle von Lärm Betroffenen sind zur Beteiligung und zum Mitmachen aufzufordern.

 

Das nächste Treffen findet am 6.6 um 19.30

Malerstraße 20 im Gemeinschaftsraum statt

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