Lichtkunst an der Fassade der Kreuzkirche | ein Mitmachprojekt

Während die Tage immer kürzer werden, braucht es mehr Licht im Quartier. Der »Initiative Kreuzkirche e.V.« entwickelte gemeinsam mit dem Lichtkünstler Gregor Eisenmann ein Lichtkonzept für das historische Kirchengebäude in der Friedrichstraße. Ab Einbruch der Dunkelheit leuchtet die Fassade in Zukunft bis 22 Uhr.

Die Kreuzkirche/Diakoniekirche bei Nacht | Foto von Wolf Sondermann

„Die Initiative Kreuzkirche ist ein gemeinnütziger Verein, der für die Kircheninsel im Mirker Quartier eine Nutzung organisiert, die der ganzheitlichen Bildung und der Quartiers- und Stadtentwicklung dient. Wir sind Engagierte der Mirke, aus Wuppertal und aus der Umgebung mit dem Wunsch, uns allen einen Ort (zurück) zu geben: zum Begegnen, zum Lernen, zum Experimentieren, zum Wirken, zum Spielen.“ So beschreibt sich der Initiative Kreuzkirche e.V. auf seiner Homepage.

Auf Anregung des »Initiative Kreuzkirche e.V.« hin hat der stadtbekannte Lichtkünstler Gregor Eisenmann für die Kreuzkirche/Diakoniekirche in der Friedrichstraße ein Konzept zur Erleuchtung der Kirchenfassade entwickelt. Nachdem auch die anfänglichen technischen Herausforderungen der Erprobungsphase überwunden wurden, leuchtet die Fassade inzwischen ab Sonnenuntergang – gerade richtig mit Beginn der Winterzeit und den langen, dunklen Abenden! Drei energiesparenden 40 Watt-Projektoren auf LED Basis sorgen für bewegte Lichtbilder auf der Kirchenfassade. Anders als bei Eisenmanns bekannten Installationen mithilfe von Beamern, ist die Beleuchtung der Kirche mit analogen Leuchtmitteln umgesetzt worden: Projiziert werden Grafiken, die auf beweglichen Glasscheiben im Projektor eingelassen wurden. Das sorgt zum einen dafür, dass die Beleuchtung möglichst energiesparend umgesetzt werden kann, und eröffnet außerdem die Möglichkeit die analogen Scheiben ohne weitreichende technischen Kenntnisse selbst zu erstellen.

Schon bald sollen weitere Grafiken erstellt werden, die dann ebenfalls auf der Kirchenfassade sichtbar werden können. Dabei sollen die Anwohner*innen des Quartiers „zu Bild und Wort“ kommen: sie können eigene Grafiken entwerfen und so etwas zur Gestaltung der leuchtenden Fassade in der dunklen Jahreszeit beitragen. Mehr zu diesem Angebot gibt es in Kürze.

Die Kreuzkirche/Diakoniekirche bei Nacht | Foto von Wolf Sondermann

Es ist wirklich schön zu sehen, wie das Leuchten der Fassade die Passant*innen zum Innehalten einlädt und zu einer größeren Sichtbarkeit des Ortes beiträgt. Gleichzeitig ist es Gregor Eisenmann gelungen, die besondere Lage der Kreuzkirche/Diakoniekirche im Raum der Stadt Wuppertal besonders zu betonen. Dem »Initiative Kreuzkirche e.V« ist es wichtig das enorme Potenzial des Raumes, das die Kirche besonders den Anwohner*innen im Quartier bietet, stärker ins Bewusstsein zu rücken. Mit dem Gebäude und der umliegenden Fläche steht allen Menschen ein Raum der Möglichkeiten zur Verfügung, der in der Vergangenheit bereits von zahlreichen Akteur*innen und Privatpersonen genutzt wurde. Durch das Licht wird dieser Ort nun noch sichtbarer – und jede*r ist eingeladen, den Raum zu nutzen. Das Projekt wurde unter anderem durch Mittel des Mirker Quartiersfonds finanziert und umgesetzt.

Schau doch das nächste mal am Kirchturm hoch, wenn du Abends aus der Stadt ins Quartier läufst. Wann die Beleuchtung genau angeschaltet wird, bzw. wann genau die Sonne untergeht erfährst du übrigens hier.

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