Forum:Mirke 04 | 16. April 2015

Ort: Internationales Jugend- und Begegnungszentrum Alte Feuerwache
Gathe 6, 42105 Wuppertal

 

  1. Vorstellung des Integrierten Handlungsprogramm -Fortschreibung für den Bereich Mirker Quartier

Thomas Weyland stellt die Fortschreibung des Integrierten Handlungsprogramms vor. Für die Sanierung des Baudenkmals Mirker Bahnhof sollen Städtefördermittel aus dem Programm »Initiative ergreifen« beantragt werden. Voraussetzung ist ein städtebauliches Entwicklungskonzept. Dafür wurde das bereits für die Nordstadt/Arrenberg vorliegende Konzept für den Bereich Mirker Quartier und die Südstraße von Herrn Bieler-Giesen, Stadtentwicklung der Stadt Wuppertal, fortgeschrieben. Dafür Herrn Bieler-Giesen ein großes Danke. Die Kurzfassung findet man hier:
www.wuppertal.de/rathaus/onlinedienste/ris/vo0050.php?__kvonr=16106
(Anlage 03. zur VO 0613).

In dem Programm werden neun Entwicklungsziele und fünf Handlungsfelder definiert. Die Fördergelder stehen für 2016/2017/2018 zur Verfügung.
Für die Sanierung des Bahnhofs sind 3,5 Mio. Euro vorgesehen, davon sind 20%, also rund 700.000 Euro ein Eigenanteil, den »Utopiastadt« aufbringen muss. In diesen können Eigenarbeit und Sachleistungen einfließen, der Fördermittelgeber hat aber deutlich gemacht, dass auch »echtes« Geld fließen muss. Die Stadt wird auch einen Teil dazu beitragen, der ist aber noch nicht definiert.
Für die Vernetzungsarbeit und Kommunikation im Quartier durch das FORUM: MIRKE sind 40.000 Euro für den Projektzeitraum  ingestellt. Den Eigenanteil von 20% übernimmt die Stadt.
Kommentare zum Handlungsprogramm:
–  Es bildet im Wesentlichen die aktuellen Themen des Quartiers ab und ist ein erster Aufschlag, um sich in den nächsten Jahren daran abzuarbeiten.
–  Die Diskussion zwischen dem AZ und der DITIB-Moschee über die Lösung von Nutzungskonflikten durch den Neubau einer Moschee und die soziale Situation an der Gathe sind unterbelichtet.

Welche Ideen gibt es für die Verwendung der 40.000 Euro für Vernetzung und Kommunikation?
–  Mitmach-Projekte – von Bewohner/innen getragene Projekte aus dem Quartier
–  Umsetzung eines Leitsystems/Beschilderung zu den verschiedenen Kunst-, Kultur- und   sozialen Einrichtungen, interessante Läden, Gastronomie, etc.
–  Einrichtung eines Online-Marktplatzes www.quartier-mirke.de
–  Benutzung einer Plakatwand als Marktplatz – wer macht was?
–  Bearbeitung der unterschiedlichen Themen im Quartier in verschiedenen leeren Ladenlokalen, z.B. soziale Situation an der Gathe in einem dort.
–  keine Einengung auf wenige Maßnahmen, man sollte möglichst viele Menschen einbeziehen
–  Beteiligungsprojekte für die Umgestaltung des Bahnhofvorplatzes, die fahrradfreundliche Umgestaltung der Friedrichstr. und Neue Friedrichstr. und Vorschläge und Forderungen entwickeln für die Freiflächen nördlich der Trasse (z.B. als Schaugarten der »Gartenarche«)

Welche Aufgabe hat das FORUM: MIRKE? Welche Funktion soll es ausfüllen?
–  Das FORUM: MIRKE soll sich in seiner Arbeit auf das Quartier beziehen und sich nicht auf das Integrierte Handlungsprogramm und seine Handlungsfelder beschränken. Die Themen sozialer Quartiersentwicklung müssen in der Zukunft betont werden.
–  Das FORUM: MIRKE kann eine Beteiligungsplattform für die verschiedenen Umgestaltungsmaßnahmen darstellen (Vorplatz, Fahrradspange). Es können  Nutzungsvorschläge für die 3.800 qm große ebene Fläche entwickelt und eingefordert werden. Auch eine Wegeverbindung zum Freibad Mirke könnte zu den Forderungen gehören. Für die Umgestaltung des Vorplatzes stehen 500.000 Euro zur Verfügung, der größte Teil wird in die Wiederherstellung der denkmalgeschützten Mauer gehen und eine Zuwegung für die Trasse und eine Firma muss erhalten bleiben. Die Gestaltungsmöglich-keiten sind hier also gering.
In das FORUM: MIRKE können die Themen der Quartiersakteure gesteuert und deren Umsetzung koordiniert werden. Die Frage stellt sich, ob dazu thematische Arbeitsgruppen bzw. Unterforen gebildet werden sollten (Wohnen, vernetzte Energieeffizienz, Lokale Ökonomie, Beteiligungsprozesse, Flächennutzungen, Urbane Landwirtschaft, Beschäftigungsmodelle, Soziales…..).
In Abgrenzung zu den Open Space Veranstaltungen »M.ein Quartier« der Alten Feuerwache, wo die Ideenfindung für Projekte im Quartier stattfinden soll, werden diese im FORUM: MIRKE koordiniert und aufeinander abgestimmt.
Wenn das FORUM: MIRKE arbeitsfähig sein soll, müssen die Treffen kürzer aufeinander folgen – alle 4–5 Wochen.

 

  1. Ergebnisse der Open Space Veranstaltung »M.ein Quartier« vom November 2014

Die Open Space Veranstaltung, die aus der Kampagne »Armer Anfang ist schwer« der Alten Feuerwache entstand, fand im November 2014 mit rund 80 Teilnehmenden statt. In 16 Gesprächsrunden entstanden viele Ergebnisblätter, die David J. Becher noch auf der Internetseite www.m.einquartier.de veröffentlichen wird.
Die Projektidee »Viertelsprecher« von Olaf Reitz fand schon zweimal statt. Nachrichten und Mitteilungen jeder Art können in einem Briefkasten in Utopiastadt und in der Alten Feuerwache abgegeben werden. Alle zwei Monate werden sie auf dem Vorplatz Mirker Bahnhof verlesen. Eine andere Projektidee ist das Grandcafé für Flüchtlinge der Alten Feuerwache. Das Grandcafé soll einen Ort der Solidarität deutlich machen. Es gab ein Arbeitstreffen, zum dem rund 30 Anwohner/innen sowie eine Mitarbeiterin des Ressorts für
Integration kamen. Diese erläuterte die derzeitigen Rahmenbedingungen der Flüchtlinge in Wuppertal. Es gab viele Ideen für Angebote für Flüchtlinge – Kochen, Stadtführungen, zusätzliche Betreuung in Schulen, Sprachkurse, Gärtnern u.v.a. Eine Grafikerin entwickelte ein Logo und nun soll ein Flyer mit Angeboten für Flüchtlinge entstehen.
Beim Ressort für Zuwanderung und Integration wurde ein Antrag zur finanziellen Unterstützung von Projekten gestellt.
Die Gruppe arbeitet auch mit der Unterstützergruppe in Vohwinkel zusammen. Gemeinsam wollen sie eine Fortbildung zum Umgang mit Menschen fremder Kulturen organisieren.
Es kam der Vorschlag, dass die Flüchtlinge das Freibad Mirke und die Diakoniekirche kennen lernen sollten.
Es wurde berichtet, dass ungefähr zeitgleich zum Grandcafé auch im Cafe Ada eine Initiative zur Integration von Flüchtlingen in die Nachbarschaft gestartet wurde. Jeden 3. Sonntag im Monat gibt es einen offenen Raum und die Einladung zu einem Brunch an Flüchtlinge und Nachbarn. Die Einladung existiert mittlerweile in sieben Sprachen. Initiatoren dieses Projekts nahmen auch am Arbeitstreffen Grandcafé teil, so dass diese beiden Stränge verknüpft werden konnten.

Einladung – Invitation

Eine nächste Open Space Veranstaltung ist für den Herbst geplant.

Aufruf an alle, die Projekte im Quartier im Mirker Quartier umsetzen (nicht nur welche mit Flüchtlingen). Damit die Aktivitäten gegenseitig bekannt sind und aufeinander abgestimmt oder verknüpft werden können, soll ein Marktplatz entstehen, bitte Eure/Ihre Initiativen oder Projekt oder Pläne mitteilen an: info@quartier-mirke.de mitteilen.

 

Das nächste FORUM: MIRKE findet am 20.05.2015 um 19:00 Uhr im Gemeinschaftsraum der Klimaschutzsiedlung Baugruppe Malerstraße 20 statt.
Vorher ist aber noch die Einweihung der Klimaschutzsiedlung am 08. Mai 2015 von 14 bis 16 Uhr in der Malerstraße 20, zu der alle herzlich eingeladen sind.
Wenn man kommen möchte, bitte eine Rückmeldung an: info@malerstrasse.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.