Forum:Mirke 10 | 15. Februar 2016

  1. Begrüßung und Vorstellung

Inge Grau begrüßt die Teilnehmenden und dankt der Diakoniekirche für die Bereitstellung der Räume. Die Teilnehmenden stellen sich kurz vor.

 

  1. Bericht von der Gastgeberin, der Diakoniekirche

Paul Sinn berichtet, dass die Kirche der Diakonie gehört, die aber keine finanziellen Ressourcen für den Betrieb zur Verfügung stellen kann, alle benötigten Mittel müssen erwirtschaftet werden. Paul Sinn ist er einzige Hauptamtliche, ansonsten müssen alle Angebote ehrenamtlich gestemmt werden. Mittlerweile ist die Kirche an drei Tagen von 11:00 – 18:00 geöffnet, mittags wird frisch gekocht und mittwochs gibt es eine Tafelausgabe. Es gibt verschiedene Beratungsangebote, Sprachkurse für Flüchtlinge und den Inselgarten. Für den Sommer ist ein Projekt mit dem Arbeitstitel „Lernort“ geplant: Schulklassen werden eingeladen, beim Inselgarten zuzuschauen und mitzumachen. Mit Volker Mehl gibt es hin und wieder die Genusskirche.

Vom 15. bis 30 April findet eine Ausstellung zu Urbanen Gärten statt.

Im Winter ist nur der vordere, renovierte Teil benutzbar, der hintere Teil ist nicht beheizbar. So könnte in der Diakoniekirche deutlich mehr passieren, es gibt noch Ressourcen. Sie kann auch für private Feste oder für andere Veranstaltungen gemietet werden.

 

  1. Überlegungen zur Entwicklung der Friedrichstraße

Paul Sinn berichtet, dass es in der Diakoniekirche auch kein Entwicklungskonzept oder gute Ideen für die Entwicklung der Straße gibt, dafür aber viele Fragezeichen, was die Aktivierung der Nachbar/innen betrifft. Auch die beiden Feste „Winterglühen“ und „Sommerblühen“, die regelmäßig stattfinden, haben nur mäßigen Erfolg für die Aktivierung.

Der Verein Initiative Friedrichstraße existiert noch, ist aber inaktiv.

Die Friedrichstraße ist eigentlich eine sehr attraktive Straße – von der Diakoniekirche aus gibt es einen sehr schönen Blick auf den Neumarkt und die Uni.

Friedhild Cudennec meint, dass Blumenkästen zum Bepflanzen durch die Bewohner/innen eine gute Idee zur Belebung der Straße wären. Weitere Vorschläge sind Kunstaktionen, evtl. mit Kindern der anliegenden Schulen, temporäre Bespielung der Straße. Es wird vorgeschlagen, Diemuth Schilling anzusprechen, die im Ostersbaum die Lichtertreppen entwickelt hat. Allerdings hatte man dort Fördergelder aus der sozialen Stadt. Solche Förderungen gibt es nicht im Mirker Quartier. Es müsste sich eine Gruppe finden, die das Projekt umsetzen will und dafür auch die Finanzierung akquiriert. Friedhild Cudennec und Ulrike Mös können sich vorstellen, in einer solchen Gruppe mitzuarbeiten, ohne aber federführend zu sein.

Wer hat noch weitere Ideen für die Belebung der Strasse und die Aktivierung von Nachbarn? Wer kennt Projekte und Initiativen, die es bereits gibt? Bitte die Information schicken an Inge Grau.

Es werden allgemeine negative Entwicklungen rund um den Karlsplatz und die Rathausgalerie erörtert. Der Platz, der eigentlich der Eingang ins Mirker Quartier ist, verliert zusammen mit der Rathausgalerie an Funktionalität und die Betonung der Karlstraße müsste geändert werden, damit man mehr mit dem Platz machen und ihn wieder anbinden kann.

Um Entwicklungsperspektiven, wie z.B. die Friedrichstraße als Fahrradstraße, zu erarbeiten müssen die wirtschaftlichen und sozialen Rahmenbedingungen betrachtet werden.

  1. Vorplatz Mirker Bahnhof

Dieter Bieler-Giesen berichtet, dass bei der Stadtspitze angekommen ist, dass der Vorplatz eng mit Utopiastadt verbunden ist. Unklar ist nach wie vor, welche Stelle bei der Stadt die Planung für den Vorplatz macht. Möglicherweise ist es sinnvoll, den Vorplatz erst 2019 umzubauen, denn diese Baustelle muss sich mit der Baustelle Bahnhof „vertragen“. Dieter Bieler-Giesen schlägt vor, den Punkt zu vertagen. Es gibt noch den Vorschlag, die Ergebnisse der Studierenden der Alanus-Uni noch mal zu veröffentlichen.

 

  1. Quartierskarte

10.000 Exemplare wurden gedruckt und an der Uni, in die Haushalte im Mirker Quartier und an weitere öffentliche Orte verteilt. Insgesamt gibt es eine positive Rückmeldung, aber auch Rückfragen, warum einzelne Angebote nicht aufgenommen wurden. Auf der Karte ist eine Adresse, wo man rückmelden kann, dass man auch in die Karte aufgenommen werden will. Dorthin kann man auch Informationen schicken, wenn sich Änderungen ergeben, z.B. wenn ein Geschäft schließt.

 

  1. Campus Mirke / Brachflächen

Nach wie vor gibt es keine Entscheidung darüber, ob die Investoren, die an der gesamten Fläche interessiert sind, sie nun tatsächlich kaufen.

Die Kampagne „1m2 Utopiastadt – Wir kaufen uns die Stadt zurück“ soll Geld einsammeln, damit die Flächen unter der Regie des Quartiers im Campus Utopiastadt entwickelt werden können und die Rendite zurück ins Quartier fließt und nicht in private Taschen. Für 100,- Euro kann jeder 1m2 Utopiastadt finanzieren. Bisher sind bereits 16.500 € zusammengekommen.

Bisherige Projektideen für den Campus sind ein Kulturkindergarten, ein Projekt mit betreutem Wohnen, Beachvolleyball und offene Werkstätten in der Gepäckabfertigung.

 

  1. Utopia 500

In Utopia, einer gelehrten Satire prangerte der Humanist Thomas Morus soziale Missstände an. Das Buch erschien 1516 – Utopia wird also 2016 500 Jahre alt.

Und es gibt weitere Jahrestage: das Jahr 0 MIT Förderung für die Sanierung des Bahnhofs, 5 Jahre Utopiastadt im Bahnhof Mirke, 10 Jahre Clownfish, 25 Jahre Alte Feuerwache, 25 Jahre Wuppertal Institut. Die Protagonisten haben sich zusammengetan und ein Festprogramm für den Aktionszeitraum 2016 erarbeitet, das im Anhang ist.

Erste Termine:

  1. März Internationaler Hack-Day
  2. April Fienchen, das kostenlose Leih-Lastenfahrrad geht an den Start

Juni                 Fahrradakademie

 

Verschiedenes:

Im Lernort des Silvio Gsell Haus findet eine Workshopreihe statt. Das Programm wird quartalsweise zusammengestellt und kann unter www.lernort-wuppertal.de angesehen werden.

 

Nächste Termine Forum: Mirke:

  1. April, 15. Juni, 11. August, 10. Oktober, 13. Dezember. Die Orte werden in den Einladungen bekannt gegeben.

 

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