FACEtten der Mirke | Eine Ausstellung

»Das Quartier Mirke hat viele Gesichter und Facetten«

Im Quartier leben und arbeiten Tag für Tag unterschiedlichste Menschen verschiedenster kultureller Hintergründe miteinander und ziehen an einem Strang, um ihren Lebensraum lebenswerter zu gestalten.

shot by Wolf Sondermann

Subjektive Wahrnehmungen des Viertels unterscheiden sich ungemein. Für manch einen stellt die Gathe einen Ort dar, an dem Menschen sich austauschen und miteinander Spaß haben können – für andere ist gerade die Gathe ein Angstraum um den man am liebsten einen großen Bogen läuft. Trotzalledem identifizieren sich immer mehr BewohnerInnen dieses Viertels mit dem Quartier und seinem stetig wachsenden kulturellen Angebot.

Viele dieser kulturellen Angebote finden Anklang in der Alten Feuerwache. Den Rücken zur Realschule Neue Friedrichstraße gerichtet, vorausschauend auf die Grenze des Quartiers – die Gathe.

Die Alte Feuerwache ist ein Ort des Austauschs und des Gemeinsamen. Kinder und Jugendliche aus der Nachbarschaft treffen sich hier gemeinsam zum Mittagessen, erledigen Hausaufgaben, und nehmen an der riesigen Palette der kulturellen, interkulturellen und pädagogischen Angebote teil.

»Ein Ort der Kultur(en) – Das Café der Alten Feuerwache«

Zwischen dem Openairkino »TALflimmern«, Begegnungscafés, und dem Designmarkt »NeedFul Things« fand hier am 09.08 die Ausstellung »FACEtten der Mirke« statt. Initiiert von der Quartiersmanagerin des Mirker Quartiers, Milly van Mil, wurden 49 BewohnerInnen der Mirke über ihr Leben und Zusammenleben im Quartier befragt und von Mudjacka Myuynuku an einem Ort ihrer Wahl porträtiert.
Das Ergebnis dieser Ausstellung sind – 49 Portraits und Mitschnitte der Interviews.

»Es war uns wichtig, möglichst viele unterschiedliche Menschen zu interviewen, da die in der Mirke lebenden Menschen divergent hinsichtlich ihres Alters, ihrer Weltanschauung, Herkunft, Kultur etc. sind und somit auch in der Art und Weise, wie sie die Mirke jeweils betrachten« sagt Milly van Mil.

shot by Wolf Sondermann

»Was verbindet dich mit dem Quartier? Wo siehst du das Quartier in der Zukunft?«

Die Ausstellung gibt den BesucherInnen die Möglichkeit das Quartier aus den Augen anderer zu sehen. Somit deren Leben ein Stück weit besser zu verstehen. Persönliche Eindrücke der Bewohner des Mirker Quartiers – zwischen Legoschaufenstern, Tangotanzsalon, Schnellimbiss mit Charakter und zukünftigen Boxprofis sind Geschichten aller Facetten für Ohren und Auge mit dabei.

Zu sehen sind unter anderem die Ateliers von Teppichknüpfer Wolrad Specht, Gregor Eisenmann und Björn Borgmann; die DITIB-Gemeinde, die Herz-Jesu-Kirche, die Diakoniekirche und die Friedhofskirche; die Gemeinschaftsgärten von Utopiastadt und in der Lederstarße; Cafés und Kneipen wie unter anderem das Wirtschaftswunder, Café ADA, Heimat und Anadolu; verschiedene Plätze wie der Helene-Weber-Platz, Karlsplatz und Carnapsplatz und viele andere interessante Orte im Quartier.

shot by Wolf Sondermann

Das ganze Projekt wurde mit Hilfe des Mirker Quartiersfond der Städtebauförderdung NRW initiiert durch das Forum:Mirke finanziert.
Weitere Unterstützer des Projekts sind: die MitarbeiterInnen der Alten Feuerwache Kai Kotzyba, Nina Jähne und Ute Völker, der MitarbeiterInnen der Flüchtlingshilfe Nordstadt Eberhart Fahle, Brigitte Hurrle und Peter Krieg, den Weißen Herzen (Übersetzung der Interviews auf arabisch), »TALflimmern« und »Utopiastadt«.

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