Die Nordbahntrasse als Impuls für eine neue Mobilitätskultur in Wuppertal

shot by Wolf Sondermann

KomMal e.V. –  Klimaschtzsiedlung Malerstraße 20 – lädt ein: Dipl.-Ing. Rainer Widmann

27. Februar 2019 um 20.00 in den Gemeinschaftsraum

In seinem Vortrag präsentiert der ehemalige Leiter der Wuppertaler Verkehrsplanung  Fakten und Vorstellungen für eine zukunftsfähige und moderne Mobilitätskultur in Wuppertal. Er glaubt, dass sich das Mobilitätsverhalten in den nächsten Jahren radikal verändern wird. Nicht nur aus Klimaschutzgründen, sondern auch weil das jetzige System an seine Grenzen stößt.
Wieviel Auto darf und muss künftig noch sein? Retten E-Mobilität, Car-Sharing oder autonom fahrende Fahrzeuge unsere Städte? Wie kann der Straßenraum wieder mehr zur Aufenthalts- und Begegnungsfläche von Menschen werden? Welche Voraussetzungen sind notwendig, dass Menschen künftig wieder gerne und mehr zu Fuß gehen oder auf das Rad und Bus- und Bahn umsteigen. Mit der Nordbahntrasse begann sich in Wuppertal die Mobilitätskultur zu verändern. Ein erster Schritt ist getan, weitere müssen folgen.
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Rainer Widmann studierte Architektur in Stuttgart und Verkehrstechnik an der Bergischen Universität Wuppertal. Danach war er 43 Jahre als Verkehrsplaner bei der Stadt Wuppertal tätig, 1996 erster deutsche Fuß- und Radverkehrsbeauftragter, Projektleiter für die Nordbahntrasse zuletzt Leiter der Abteilung Verkehrsplanung.
Zudem ist er Mitherausgeber des 2006 veröffentlichten Werkes zur Wuppertaler Jazzgeschichte „Sounds like Whoopataal – Wuppertal in der Welt des Jazz“ und wurde
2008 für sein besonderes kulturelles, ehrenamtliches Engagement mit dem Rheinlandtaler ausgezeichnet.

2 Kommentare

  • Erich Fehrenbacher

    Hallo
    ich fahre täglich von Vohwinkel nach Barmen über die Nordbahntrasse und hatte mich gefreut, dass für die Radfahrer auch mal was getan wird.
    Dann wurden Gaststätten an der Trasse eingerichtet, eigentlich eine schöne Sache. Am Mirker Bahnhof hat sich die Gastronomie leider immer mehr ausgebreitet und findet auf beiden Seiten der Trasse statt, v.a. aber auf der Gegenseite der Gaststätte. Das führt dazu, dass die Bedienungen und Besucher regelmäßig die Trasse kreuzen.
    Und da beginnen leider die Probleme. Auch heute wieder musste ich stark bremsen, da 2 Mütter mit Ihren Kinderwägen ohne auf den Verkehr zu achten die Trasse überquert haben. Dass Sie wenigstens mal nach rechts oder links schauen müssen, war Ihnen nicht in den Sinn gekommen.
    Die Trasse war eine gute Idee, primär für Radfahrer geplant, unter diesen Bedingungen macht die Nutzung aber keinen Spaß mehr. Ich denke, auch das könnte ein Beitrag für WDR aktuell sein. mfg Fehrenbacher

    • Hallo Erich.
      mit Deinem Kommentar hast Du ja Recht. Mit dem Erfolg der Trasse hat wohl niemand gerechnet. Deswegen sollte der Ausbau neuer Trassen schleunigst fortgesetzt werden. Gute Fahrradinfrastruktur zieht viele Radfahrer*innen an. Daraus sollte die Politik lernen. Dass auch Fußgänger*innen diese nutzen, ist gerade im Bereich der Mirke verständlich, denn mit einem Kinderwagen, Rollstuhl oder Rollator kann man auf den Gehwegen im Quartier nicht unterwegs sein, somit bleibt für Menschen mit Kinderwagen nur die Trasse zum Spazierengehen. Dass eine gemeinsame Wegführung Fußgänger/Fahrrad Probleme mit sich bringen, wurde bereits bei der jetzt neu gebauten Strecke im Bereich des Bf. Varresbeck berücksichtigt. Hier ist die Fahrradstraße bereits breiter gebaut und der Gehweg davon etwas abgetrennt worden. Eigentlich freue ich mich sehr, dass an Wochenenden bei schönem Wetter viele Radfahrer*innen unterwegs sind und die Erfahrung bekommen, dass Fahrradfahren Spass macht. Ich hoffe, dass sie dann auch für Ihre Alltagsmobilität bald das Fahrrad nutzen.
      Dafür müssen wir aktive Fahrradfahrer*innen uns gemeinsam für einen zügigen Ausbau einer komfortablen und sichern Fahrradinfrastruktur einsetzen.
      Inge

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